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Was passiert beim Klimawandel? Wie funktioniert der Treibhauseffekt? Und warum betrifft das auch deinen Alltag? Hier bekommst du einfache Erklärungen und Hintergrundinfos.
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Guter Tag = 100 Punkte
Jeder Mensch darf täglich etwa 6,8 Kilogramm CO₂ ausstoßen, damit das Klima im Gleichgewicht bleibt. Das entspricht 100 Punkten pro Tag, die jeder Mensch zur Verfügung hat. Momentan verbrauchen wir jedoch im Schnitt 450 Punkte pro Tag. Probiere es selbst aus und finde heraus, wie viele Punkte du hast:
In Gesprächen unter Freund*innen fehlen oft die richtigen Fakten. Entweder fallen sie uns nicht ein oder wir lassen uns von Fake News verunsichern. Menschen und Medien beeinflussen unsere Meinung – auch zum Thema Klimawandel. Umso wichtiger ist es, dass du weißt, wie Meinungen verbreitet werden und wie du Informationen richtig einordnen kannst.
Auf der Seite „Fakten zum Klimawandel“ findest du häufige Aussagen von Klimawandel-Leugner*innen. Diese werden wissenschaftlichen Fakten gegenüber gestellt. So siehst du, ob eine Aussage wahr oder falsch ist.
Fast Fashion heißt: Kleidung wird billig und schnell produziert, damit man oft Neues kauft. Das klingt praktisch, hat aber große Folgen für Mensch und Umwelt.
Viele Kleidungsstücke werden in Ländern hergestellt, in denen schlechte Arbeitsbedingungen herrschen. Viele Näher*innen arbeiten dort für sehr wenig Geld, oft unter gefährlichen Bedingungen. In manchen Fabriken gibt es sogar Kinderarbeit.
Auch die Umwelt leidet unter der schnellen Modeproduktion:
Bei der Herstellung werden häufig giftige Chemikalien eingesetzt.
Kleidung aus synthetischen Stoffen verursacht einen großen Teil des Mikroplastiks im Meer.
Auch Baumwolle braucht viele Ressourcen: Für ein einziges T-Shirt werden tausende Liter Wasser verbraucht.
Ein weiteres Problem: Viele Kleidungsstücke werden nur kurz getragen. Fast Fashion ist oft schnell kaputt oder nach kurzer Zeit „out“. Nicht verkaufte Kleidung landet teilweise im Müll oder wird verbrannt – das verschwendet Energie, Wasser und Rohstoffe.
Was kannst du tun?
Du musst nicht perfekt nachhaltig leben. Schon kleine Veränderungen machen einen Unterschied:
Kauf bewusster ein und frag dich: Brauche ich das wirklich?
Trag deine Kleidung länger.
Repariere kaputte Kleidung oder peppe sie neu auf.
Kauf Secondhand oder tausch Kleidung mit Freund*innen.
Unterstütze Marken, die fair und umweltfreundlich produzieren.
Bewusst einkaufen
Nachhaltige Mode wird immer beliebter – aber nicht jede Marke, die „grün“ wirkt, ist automatisch fair oder umweltfreundlich. Informier dich deshalb genauer und achte auf anerkannte Gütesiegel oder transparente Informationen zur Produktion.
Auch wichtig:
Qualität statt Masse kaufen
Auf langlebige Materialien achten
Secondhand ausprobieren
Kleidung tauschen statt neu kaufen
Das Angebot nachhaltiger Mode ist groß. Aber wie findest du heraus, wer wirklich unbedenkliche Mode herstellt, also fair gehandelt, umweltfreundlich oder sogar vegan?
Grüner Knopf Der Grüne Knopf ist ein staatliches Siegel für nachhaltige und ökologische Mode.
CleanClothes-Kampagne Du möchtest dich für faire Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie einsetzen? Mach mit bei der CleanClothes-Kampagne.
Secondhand muss nicht immer gebrauchte Kleidung sein. Oft gibt es auch B-Ware mit kleinen Fehlern oder Flecken.
Tipp
Bevor du neue Sachen kaufst, frag dich, ob du unbedingt Neues brauchst. Schau zuerst in deinem Schrank nach und überlege, was du wiederverwenden oder tauschen kannst, zum Beispiel mit deinen Freund*innen.
Unterwegs und durstig? Schnapp dir deine Trinkflasche und fülle sie kostenlos in den aha-Stellen Bludenz, Bregenz oder Dornbirn auf. Nebenbei sparst du Plastik und schützt die Umwelt. Mehr Infos zum Refill-Projekt
Abfall-Quiz bei aha plus
Müll, der liegen bleibt, braucht oft sehr lange zum Verrotten. Mach das Quiz und finde heraus, wie lange es dauert!
Offener Kühlschrank Zu viel im Kühlschrank? Statt wegwerfen, gib Lebensmittel in einem der offenen Kühlschränke ab.
Reparaturcafés Kaputte Sachen musst du nicht sofort wegwerfen. In den Vorarlberger Reparaturcafés helfen dir Fachleute beim Reparieren.
Re-Use in Vorarlberg „Re-Use“ bedeutet Wiederverwenden. Die Idee dahinter ist simpel: Was du nicht mehr brauchst, gibst du anderen weiter, die dafür Verwendung haben.
Rebels of Change Globale Nachhaltigkeitsziele (SDGs) gemeinsam erlebbar machen.
Südwind Verein für Entwicklungspolitik und globale Gerechtigkeit
Too Good To Go Mit dieser App kannst du Lebensmittel retten.
Jobs & Ausbildungen
BIC.at – Arbeitsfelder Unter „Nachhaltig: Umwelttechnik und Recycling“ findest du spannende Infos zu Umweltberufen in Vorarlberg.
Täglich verwenden wir verschiedene Apps und Social-Media-Plattformen, um uns zu informieren und mit Freund*innen und Familie in Verbindung zu bleiben. Diese Plattformen sind nicht mehr wegzudenken und haben viele Vorteile. Doch was steckt dahinter und wie verdienen sie Geld?
Warum bezahlen wir nichts für Social Media & Co?
Google hilft uns, Informationen zu finden, Texte in verschiedene Sprachen zu übersetzen und Wegbeschreibungen zu erhalten. Auf TikTok sehen wir kurze, unterhaltsame Videos und Snapchat ermöglicht es uns, Fotos und Videos mit Freund*innen auszutauschen. Das alles kostet uns nichts.
Warum bezahlen wir nichts für die Nutzung dieser Apps und Social-Media-Plattformen, obwohl zum Beispiel die Firma Meta (früher Facebook) 19 Milliarden US-Dollar für WhatsApp bezahlt hat?
Daten sammeln und gezielte Werbung
Tristan Harris
Ehemaliger Mitarbeiter von Google (Quelle: watson.ch)
„Die meisten Social-Media-Plattformen sind für uns User vermeintlich gratis. Also muss es einen anderen Weg geben, damit die Unternehmen Geld verdienen können. Das tun sie, indem sie Daten über uns sammeln und uns so genau analysieren, dass wir berechenbar werden. Dadurch kann uns maßgeschneiderte Werbung ausgespielt werden.“
Zusammengefasst:
Daten sammeln: Meta kennt dich besser als du denkst
Meta sammelt viele Daten über dich – zum Beispiel dein Alter, deinen Wohnort, wem du folgst und was dich interessiert. Stell dir vor: Du bist 19 Jahre alt, kommst aus Feldkirch und magst Basketball und Hip-Hop. Meta speichert all das.
Werbung wird gezielt auf dich zugeschnitten
Eine Firma möchte einen neuen Sportdrink verkaufen. Sie bucht Werbung auf Instagram und sagt Meta, wem die Anzeige gezeigt werden soll. Meta nutzt deine Daten und filtert die perfekte Zielgruppe: Jugendliche zwischen 18 und 20 Jahren aus Vorarlberg, die sich für Sport interessieren.
Das bedeutet: Du siehst die Werbung – deine Freundin aber nicht. Warum? Obwohl sie auch 19 ist und in Vorarlberg lebt, interessiert sie sich für Punk und Comics, nicht für Sport. Sie passt nicht zum Profil der Firma und bekommt diese Werbung nicht angezeigt.
Das Fazit: Mehr Daten = gezielte Werbung
Je mehr Informationen Meta über dich sammelt, desto genauer kann die Firma ihre Werbung ausrichten. Für die Firma ist das praktisch – aber für deine Privatsphäre nicht unbedingt. Das führt uns zum nächsten wichtigen Punkt: „Big Data“.
Big Data – Was ist das?
Große Datenmengen, die Vorhersagen möglich machen! Mit „Big Data“ werden riesige Mengen an Daten bezeichnet, die gespeichert, verarbeitet und ausgewertet werden. Bessere Computer, immer mehr Daten und die Vernetzung von verschiedenen Datenquellen ermöglichen das. Algorithmen – das sind Computerprogramme – analysieren diese Daten und treffen Vorhersagen.
Ein Beispiel: Du kaufst Sportschuhe online. Der Algorithmus denkt sich: „Diese Person interessiert sich für Sport.“ Deshalb bekommst du Vorschläge für Laufhosen oder Sporttaschen angezeigt – weil du diese Produkte vielleicht auch kaufen möchtest.
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Big Data auf Social-Media-Plattformen
Auf TikTok funktioniert es ähnlich. Der Algorithmus beobachtet, welche Videos du anschaust. Wenn du viele Videos zu einem Thema siehst – zum Beispiel zu Basketball – merkt sich der Algorithmus das und zeigt dir immer mehr Basketball-Videos.
Das hat einen Vorteil: Du siehst Inhalte, die dich wirklich interessieren. Es hat auch eine Schattenseite, denn du siehst irgendwann nichts Neues mehr und deine Meinung wird unbewusst beeinflusst.
Big Data ist nicht nur für Werbung da. Es hilft auch dabei, bessere Behandlungen für kranke Menschen zu finden, den Energieverbrauch zu senken und Verbrechen zu bekämpfen.
Big Data in 3 Minuten erklärt
Hinweis
Wenn du am Anfang des Videos eine Werbung siehst, dann ist diese auf dich abgestimmt. Das liegt daran, welche Videos du davor angeschaut hast.
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Wann wird Big Data problematisch?
Du sitzt in einer Filterblase – ohne es zu merken! Je mehr du Social-Media-Plattformen nutzt, desto genauer wird dein Profil. Der Algorithmus weiß immer besser, welche Themen dich interessieren. Deshalb zeigt er dir hauptsächlich ähnliche Inhalte.
Das Problem: Du bekommst weniger von anderen Meinungen mit. Du siehst nicht mehr, was außerhalb deiner Interessen läuft. Das nennt man eine Filterblase – du bist in einer Blase aus Inhalten, die nur deine Meinung bestätigen.
Das führt zu einem Kreislauf: Wenn dir immer nur Inhalte gezeigt werden, die dir gefallen, fühlst du dich bestätigt. Du verbringst noch mehr Zeit auf der Plattform. Die Plattform sammelt noch mehr Daten über dich. Und du bekommst noch mehr personalisierte Werbung zu sehen.
Was kannst du tun, um weniger Daten zu hinterlassen?
Schütze deine Privatsphäre
Überleg dir, was du online stellst und mit wem du es teilst. Nutze die Privatsphäre-Einstellungen deiner Apps – dort kannst du festlegen, welche Daten die Plattformen von dir sammeln dürfen und wer deine Inhalte sehen kann.
Räume deine Social-Media-Accounts auf: Entferne Konten, deren Posts du nicht magst, die dich zum Kaufen animieren oder die dich runterziehen. Je weniger du folgst, desto weniger Daten sammelt der Algorithmus über dich.
Kontrolliere deine Bildschirmzeit
Schau dir an, wie viel Zeit du täglich auf deinem Handy verbringst – und auf welchen Apps. Das hilft dir zu erkennen, welche Apps dich zu sehr ablenken.
So geht’s:
Android (ab Version 9): Gehe zu Einstellungen → Digitales Wohlbefinden oder Bildschirmzeitverwaltung
iOS: Gehe zu Einstellungen → Bildschirmzeit
Aktiviere Zeitlimits, damit Apps dich automatisch abmelden, wenn die Zeit um ist.
Nutze dein Handy bewusster
Ändere die Anordnung deiner Apps – so merkst du, welche du nur aus Gewohnheit öffnest.
Lösche Apps, die du nicht wirklich brauchst. Wenn du es „ordentlich“ sein möchtest: Lösche ganz alte Social-Media-Accounts, die du nicht mehr nutzt.
Fördere deine Achtsamkeit
Lege Orte ohne Handy fest (zum Beispiel der Küchentisch beim Essen).
Fixiere Zeiten, in denen du offline bist.
Wähle einen nervigen Hintergrund oder leg ein Gummiband um dein Handy – so wirst du jedes Mal daran erinnert, dass du es greifen willst.
Tristan Harris
Ehemaliger Mitarbeiter von Google (Quelle: watson.ch)
„Die meisten Social-Media-Plattformen sind für uns User vermeintlich gratis. Also muss es einen anderen Weg geben, damit die Unternehmen Geld verdienen können. Das tun sie, indem sie Daten über uns sammeln und uns so genau analysieren, dass wir berechenbar werden. Dadurch kann uns maßgeschneiderte Werbung ausgespielt werden.“