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Jugendliche die ein Selfie von sich als Beifahrerin macht und lacht.
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Führerschein


Mit einem Führerschein bzw. einem eigenen Fahrzeug bist du selbstständiger und kannst die mobile Freiheit genießen. Hol dir hier hilfreiche Infos zum Auto-, Moped- oder Motorradführerschein und jetzt NEU auch wichtige Tipps für den Autokauf.

Autoführerschein

Voraussetzungen

  • Du kannst die Ausbildung zum „B“-Führerschein (Autoführerschein) frühestens mit 17,5 Jahren beginnen. Die Theorieprüfung kannst du schon vor dem 18. Geburtstag machen.
  • Wenn du den „L-17“-Führerschein machst, darfst du ab deinem 17. Geburtstag alleine fahren.
  • Für den Autoführerschein musst du Unterrichtsstunden in einer Fahrschule besuchen. Dort musst du auch eine praktische und theoretische Prüfung schaffen.
  • Du musst ein ärztliches Gutachten bringen. Das ist eine Bestätigung deiner körperlichen und geistigen Reife. Deine Fahrschule wird dir gerne sagen, welche Ärzte/Ärztinnen in deinem Bezirk diese Untersuchung mit dir machen können.
  • Du musst auch einen Erste-Hilfe-Kurs (mindestens sechs Stunden) machen. Manche Fahrschulen bieten Kurse direkt in der Fahrschule an.
    Weitere Kursanbieter in Vorarlberg: Österreichisches Rotes Kreuz (auch als E-Learning möglich), Arbeiter-Samariter-Bund Feldkirch.

Anmeldung

Bevor du mit deiner Ausbildung beginnen kannst, musst du dich bei einer Fahrschule deiner Wahl anmelden. Dafür brauchst du einen amtlichen Lichtbildausweis (zum Beispiel Reisepass, Personalausweis). Das ärztliche Gutachten und dein Passfoto kannst du gleich bei der Anmeldung mitbringen. Informiere dich bei deiner Fahrschule, was du sonst noch brauchst.

Eine Übersicht über Fahrschulen in deiner Nähe und in ganz Österreich findest du hier.

„L-17“-Führerschein

Beim „L-17“-Führerschein kannst du den Autoführerschein schon an deinem 17. Geburtstag bekommen. Der „L-17“-Führerschein wird auch „Vorgezogene Lenkberechtigung der Klasse B“ genannt. Mit der Ausbildung kannst du mit 15,5 Jahren beginnen. Einen Teil der Ausbildung musst du in der Fahrschule machen. Den anderen Teil kannst du mit einer berechtigten Begleitperson (zum Beispiel Eltern, Verwandte) in Form von Übungsfahrten mit der „L-Tafel“ außerhalb der Fahrschule machen. Dazu muss die Begleitperson eine Bewilligung bei der Führerscheinbehörde beantragen und einige Voraussetzungen erfüllen.

Fahrausbildung 

  • Für die Theorie des Autoführerscheins müssen insgesamt 32 Unterrichtseinheiten (jeweils 50 Minuten) besucht werden.
  • Du musst für die praktische Ausbildung 18 Fahrstunden machen. Die Fahrstunden enthalten:
    • Üben auf einem Übungsplatz
    • Erklärung des Autos
    • Fahren im Ortsgebiet mit starkem Verkehr
    • Fahren im Schnellverkehr (zum Beispiel auf der Autobahn)
    • Fahren bei Nacht
  • Wenn du mehr Fahrpraxis möchtest, kannst du zusätzliche Übungsfahrten mit der „L-Tafel“ machen. Deine Fahrschule informiert dich, was du dafür brauchst.

Fahrprüfung 

Die praktische Fahrprüfung kannst du frühestens an deinem 18. Geburtstag machen (bei „L-17“ an deinem 17. Geburtstag). Die Theorieprüfung besteht aus zwei Teilen. Die Prüfung findet am Computer der Fahrschule unter Aufsicht der Behörde statt. Bei der Prüfung müssen die richtigen Antworten angekreuzt werden (Multiple-Choice-System).
Zur Praxisprüfung kannst du erst antreten, wenn du den theoretischen Teil geschafft hast. Die Praxisprüfung besteht aus theoretischen Fragen zum Fahrzeug, Übungen auf einem Übungsplatz und Fahren im Straßenverkehr.

Probeführerschein

Wenn du deinen Autoführerschein geschafft hast, bist du in den ersten drei Jahren in der Probezeit. Beim „L-17“-Führerschein dauert die Probezeit mindestens bis zum 21. Geburtstag.

Mehrphasenausbildung

Nach der Führerscheinprüfung müssen drei Fortbildungen besucht werden:

  • Erste Perfektionsfahrt: innerhalb von zwei bis vier Monaten nach der bestandenen Praxisprüfung
  • Fahrsicherheitstraining mit verkehrspsychologischem Teil: drei bis neun Monate nach der bestandenen Praxisprüfung
  • Zweite Perfektionsfahrt: sechs bis 12 Monate nach der bestandenen Praxisprüfung

Bei dem „L-17“-Führerschein musst du nur das Fahrsicherheitstraining mit verkehrspsychologischem Teil und eine Perfektionsfahrt machen.

Achtung: Wenn du die Mehrphasenausbildung nicht rechtzeitig beendest, kann sich deine Probezeit verlängern. Im schlimmsten Fall kann dir sogar der Führerschein genommen werden. In bestimmten Fällen gibt es Ausnahmen: zum Beispiel schwere Erkrankung oder Schwangerschaft.

Kosten

Derzeit kostet ein „Basispaket“ für den Autoführerschein in Vorarlberg rund 1.600 Euro. Der „L-17“-Führerschein ist ein wenig teurer. Zu den Kosten vom „Basispaket“ kommen hinzu:

  • Kosten für extra Fahrstunden
  • Gebühr für die Führerschein-Ausstellung
  • Kosten für das ärztliche Gutachten
  • Erste-Hilfe-Kurs
  • Kosten für die zweite Ausbildungsphase

Somit kann man durchschnittlich mit einem Gesamtpreis ab rund 2.100 Euro rechnen.

Tipp: Schau dir alle Kosten möglichst genau an! Frag bei unterschiedlichen Fahrschulen in deiner Nähe nach den aktuellen Preisen, so kannst du gut vergleichen.

Ermäßigungen mit der aha card

Mopedführerschein

Mit einem Mopedführerschein („Klasse AM“) darfst du ab 15 Jahren ein Moped fahren.

Hinweis: Die Ausbildung zum Mopedführerschein kannst du frühestens zwei Monate vor deinem 15. Geburtstag beginnen. Wenn du unter 16 Jahre bist, benötigst du zusätzlich eine schriftliche Zustimmung eines Erziehungsberechtigten.

Zuerst musst du dich bei einer Fahrschule mit einem amtlichen Lichtbildausweis (zum Beispiel Reisepass, Personalausweis) und Passfoto zum Mopedführerschein-Kurs anmelden. Um den Kurs abzuschließen, musst du dir die Lernunterlagen als Buch oder Online-Dokument besorgen und am Ende eine theoretische Prüfung bestehen.

Voraussetzungen und Ausbildung

  • Mindestalter: 15 Jahre
  • Theoriekurs über sechs Unterrichtseinheiten plus Theorieprüfung
  • Praxiskurs über sechs Unterrichtseinheiten am Übungsplatz und zwei Unterrichtseinheiten im öffentlichen Verkehr
  • Der/die Fahrlehrerin entscheidet, ob du gut und sicher fahren kannst.
  • schriftliche Zustimmung der Erziehungsberechtigten, wenn du noch nicht 16 Jahre alt bist
  • ärztliches Gutachten, wenn du 20 Jahre oder älter bist

Folgendes musst du zur Fahrschule mitbringen

  • amtlicher Lichtbildausweis (Reisepass oder Personalausweis)
  • Passfoto
  • schriftliche Zustimmung der Erziehungsberechtigten (unter 16-Jährige)
  • ärztliches Gutachten vom Amtsarzt (ab 20 Jahren)

Kosten

Die Preise sind von Fahrschule zu Fahrschule sehr verschieden. Entweder kannst du die sechs praktischen Unterrichtseinheiten direkt bei der Fahrschule ablegen, oder du gehst zum Driving Camp Fahrsicherheitszentrum. Informiere dich bei der Fahrschule, wieviel du für den Theoriekurs und die Prüfung sowie die acht Fahrstunden zahlen musst.

Ermäßigungen mit der aha card

Motorradführerschein

Viele machen den Motorradführerschein gleich gemeinsam mit dem Autoführerschein – du kannst den Motorradführerschein aber auch einzeln machen.
Es gibt nicht „den einen“ Motorradführerschein, sondern viele Unterkategorien (Motorradklassen). Diese Motorradklassen unterscheiden sich je nach Größe und Motorleistung. Für die jeweiligen Motorradklassen gelten auch unterschiedliche Mindestalter. Informiere dich bei einer Fahrschule oder unter www.oesterreich.gv.at.

Gut zu wissen: Im sogenannten „Stufenmodell“ der Motorradklassen kann man mit wenig Aufwand in eine höhere Klasse aufsteigen. Erkundige dich am besten bei deiner Fahrschule.

Kurs und Fahrpraxis

Um den  Motorradführerschein zu bekommen, brauchst du:

  • 20 Unterrichtseinheiten Basisunterricht
  • sechs Unterrichtseinheiten in der jeweiligen Motorradklasse
  • Erste-Hilfe-Kurs (sechs Stunden)
  • 14 Fahrstunden mit einem/einer FahrlehrerIn der Fahrschule, davon mindestens zehn Stunden auf Straßen mit öffentlichem Verkehr

Tipp: Wenn du gleichzeitig den Führerschein B (Autoführerschein) machst, musst du den allgemeinen Teil (= Basisunterricht) nur einmal machen!

Prüfung

Die Fahrprüfung besteht aus einer Theorieprüfung und einer Praxisprüfung mit einem/einer PrüferIn, die du beide schaffen musst. Die Praxisprüfung kannst du erst machen, wenn du den theoretischen Teil geschafft hast. Die Praxisprüfung besteht aus einem Teil mit theoretischen Fragen zum Fahrzeug, Übungen auf einem Übungsplatz und Fahren im Straßenverkehr.

Achtung: Du musst die Prüfung spätestens 18 Monate nach dem Abschluss der Ausbildung machen, sonst musst du die ganze Ausbildung wiederholen!

Probeführerschein

Wenn du deinen Motorradführerschein geschafft hast, bist du in den ersten drei Jahren in der Probezeit.

Zweite Ausbildungsphase

Wie beim Autoführerschein gibt es auch beim Motorradführerschein einen zweiten Teil der Ausbildung. Diesen zweiten Teil musst du nach Erhalt des Führerscheins noch machen:

  • eintägiges Fahrsicherheitstraining mit verkehrspsychologischem Gruppengespräch: zwei bis 12 Monate nach der bestandenen Praxisprüfung
  • Perfektionsfahrt: vier bis 14 Monate nach der bestandenen Praxisprüfung

Kosten

Weil es nicht „den einen“ Motorradführerschein gibt, sondern viele Unterkategorien und der Motorradführerschein oft gleichzeitig mit dem Autoführerschein gemacht wird, sind die Preise sehr unterschiedlich. Informiere dich über mögliche Preispakete bei der Fahrschule.

Ermäßigungen mit der aha card

Passende Fahrschule

Hier ein paar Tipps, damit du die passende Fahrschule für dich findest:

  • Nicht nur der Preis ist bei der Auswahl der Fahrschule wichtig, sondern auch die Hilfsbereitschaft der MitarbeiterInnen. Schau vorher bei der Fahrschule vorbei und informiere dich. Bekommst du ausführliche und freundliche Auskunft? Geht man auf dich und deine Fragen ein? Eine angenehme Stimmung während deiner Ausbildung ist sehr wichtig.
  • Achte auf eine eindeutige Preisauskunft. Zum Beispiel: Wie viel kostet eine zusätzliche Fahrstunde? Wie viel kostet eine Prüfungswiederholung Theorie/Praxis? Musst du nach einer bestimmten Zeit, wenn du mit der Ausbildung noch nicht fertig bist, eine zusätzliche Gebühr zahlen?
  • Gibt es Wartezeiten auf Fahrstunden/Prüfungstermine?
  • Kannst du dir die Uhrzeiten für deine Fahrstunden selber aussuchen?

Versicherung

Eine Haftpflichtversicherung für das Auto-, Moped- und Motorradfahren ist vom Gesetz her verpflichtend.

Du kannst diese Versicherung bei einem Versicherungsunternehmen deiner Wahl abschließen. Sie schützt dich und andere beteiligte Personen bei einem Unfall vor Kosten, da in einem solchen Fall ganz schnell einmal viele Tausend Euro zusammenkommen! Wenn du möchtest, kannst du dich zusätzlich privat „Kasko- oder Vollkasko“ versichern. Das kostet zwar extra, aber es sind mehr Schadensfälle abgedeckt, zum Beispiel Schäden an den Scheiben, Katastrophenschäden, Hagelschäden und so weiter.

Mehr Infos dazu findest du unter oesterreich.gv.at.

Fahren im Ausland

Der Internationale Führerschein ist ein offizielles Zusatzdokument zu deinem „normalen“ Führerschein und gilt nur in Verbindung mit diesem. Der Internationale Führerschein ist in mehreren Sprachen geschrieben und soll so die Kommunikation bei Polizeikontrollen erleichtern. Er gilt ein Jahr ab Ausstellung, ist beim ÖAMTC oder ARBÖ erhältlich und kostet ca. 21,60 Euro für Nicht-Mitglieder (Stand: 2019).

Mit dem „L-17“-Führerschein darfst du übrigens nur in Österreich, Deutschland, Dänemark, Großbritannien und Nordirland Auto fahren. Erst ab dem 18. Geburtstag darfst du dann überall fahren.

Führerschein weg …

Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss zählt zu den schwersten Verkehrssünden. Aber es gibt auch andere Gründe für Geldstrafen oder Führerscheinentzug. Ebenfalls verboten sind zum Beispiel: telefonieren während dem Autofahren, SMS schreiben, Fotos verschicken und im Internet surfen. Das gilt, wenn du mit dem Auto unterwegs bist, aber auch mit dem Moped, Motorrad oder Fahrrad.

Bist du noch in der Probezeit und begehst eine schwere Verkehrssünde wird deine Probezeit um ein Jahr verlängert. Außerdem musst du eine Nachschulung besuchen, die du auch selbst bezahlen musst.

… und wenn´s doch passiert ist: Nachschulungskurse und Infos

Gut zu wissen: Wer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss mit dem Fahrrad fährt, riskiert ebenfalls den Führerschein für Auto, Moped und Motorrad zu verlieren!

Was du bei einem Unfall tun solltest

  • Stehen bleiben – ansonsten kannst du wegen „Fahrerflucht“ angezeigt werden und bekommst eine Geldstrafe!
  • Polizei (Tel.: 133) rufen (bei einem Unfall mit Verletzten MUSS die Polizei informiert werden); Wenn jemand verletzt wurde, zuerst die Rettung (Tel.: 144), dann erst die Polizei rufen.
  • Unfallstelle absichern – das heißt: Warnweste anziehen, Warndreieck aufstellen und das Warnblinklicht einschalten – und Verletzten helfen!
  • Tausche deine Daten mit den anderen am Unfall beteiligten Personen aus. Schreib dir Name, Adresse, Versicherung, Autokennzeichen und Telefonnummer auf! Es gibt auch einen schon vorgeschriebenen „Europäischen Unfallbericht“, den du nur noch ausfüllen musst.
  • Suche dir Personen, die den Unfall gesehen haben, und lass dir ihre Kontaktdaten (Name, Adresse, Telefonnummer) geben!
  • Unfall dokumentieren: Mache Fotos vom Unfallort und von allen beteiligten Personen aus verschiedenen Blickwinkeln!
  • Informiere so bald wie möglich deine Versicherung über den Unfall!

Körperliche Beeinträchtigung

Du kannst deinen Führerschein auch bei einer körperlichen Beeinträchtigung machen, allerdings kommt es darauf an, wie stark deine Beeinträchtigung ist. Darüber entscheidet eine Amtsärztin oder ein Amtsarzt gemeinsam mit einem/einer Technikerin. Es wird geprüft, ob eine Zusatzeinrichtung für das Lenken möglich beziehungsweise nötig ist (zum Beispiel ein speziell angepasster Sitz oder ein extra angefertigtes Lenkrad). Diese Zusatzeinrichtung muss natürlich auch schon im Fahrschulfahrzeug gegeben sein. Möglicherweise wird auch entschieden, dass du einen Führerschein nur mit Einschränkung bekommst. Das könnte zum Beispiel bedeuten, dass du dich jedes Jahr medizinisch untersuchen lassen musst, damit der Führerschein gültig bleibt.

 

Quelle: akzente Jugendinfo

Mein erstes Auto

Es ist ein großer Schritt in die Selbstständigkeit – ein eigenes Auto!
Doch auf was muss ich beim Kauf besonders achten? Wo finde ich mein erstes Auto? Und was kostet das alles eigentlich?

Neu oder gebraucht?

Die erste Frage, die du dir beim Autokauf stellen musst, ist: Kaufe ich mir ein neues Auto oder ein gebrauchtes? Das hängt natürlich auch immer davon ab, wie viel Geld du zur Verfügung hast. Wir haben dir ein paar Vor- und Nachteile aufgelistet, um dir die Entscheidung leichter zu machen.

Neues Auto:

+ Du kannst dir die Ausstattung selbst aussuchen.
+ Das Auto ist technisch auf dem neuesten Stand.
+ Du hast eine längere Garantie. Das bedeutet, während dieser Zeit zahlt der/die HändlerIn/HerstellerIn mindestens einen Teil der Reparatur, wenn Mängel auftreten.
– Es ist meistens ziemlich teuer.
– Ein neues Auto verliert in den ersten Jahren viel an Wert. Wenn du es nach kurzer Zeit wieder verkaufen willst oder musst, bekommst du dafür also deutlich weniger, als du anfangs dafür gezahlt hast.
– Das Auto muss oft erst bestellt werden, vor allem wenn du spezielle Ausstattungswünsche hast. Die Lieferung kann einige Zeit dauern.

Beim ÖAMTC gibt es Tipps für den Neuwagenkauf!

Gebrauchtes Auto:

+ Es ist deutlich günstiger. Da die Autos am Anfang sehr schnell viel an Wert verlieren, bekommt man ein „junges“ gebrauchtes Auto bereits sehr viel günstiger und dennoch in einem sehr guten Zustand.
+ Das Auto ist gleich verfügbar.
+ Der Wertverlust ist nicht so groß wie bei einem Neuwagen.
– Die Ausstattung kann nicht selbst ausgesucht werden.
– Du hast keine Garantie, Gewährleistung bekommst du meist nur, wenn du das Auto von einem/einer HändlerIn kaufst – mehr Infos dazu hier.
– Du musst mit Reparaturen rechnen.

Was du beim Autokauf beachten solltest:

  • nie allein zum Autokauf gehen – vier Augen sehen mehr als zwei
  • das Auto genau ansehen und nicht überstürzt kaufen
  • alle Papiere prüfen (Zulassung, Serviceheft, etc.)
  • prüfen, ob das Auto vorgeführt wurde
  • eine Probefahrt machen
  • um sicherzugehen: einen Ankaufstest machen (z.B. beim ÖAMTC). Der Test gibt an, wie viel der Wagen ungefähr noch wert ist.

Eine Checkliste vom ÖAMTC gibt es hier.

Wo suche ich nach Autos?

Im Internet:

Bei einem Autohändler: 

Suche auf www.herold.at nach Autohändlern in deiner Gegend.

Privatkauf:

Sieh dich bei dir in der Nähe um. Oft stehen gebrauchte Autos am Straßenrand mit einem Hinweis-Zettel, dass das Auto zu verkaufen ist. Bei einem Privatkauf ist ein schriftlicher Vertrag besonders wichtig. Einen Entwurf für einen solchen Vertrag bekommst du beim ÖAMTC.

Achtung: Wichtig ist außerdem bei einem Privatkauf, dass du einen Ankaufstest machst – egal wie gut du die Person kennst, die das Auto verkauft. Es ist wichtig zu wissen, wie viel das Auto überhaupt noch wert ist, bevor du einem fixen Preis zustimmst.

Leasing, Kredit oder bar – Wie zahle ich mein Auto?

Leasing:

Wenn du ein Auto „least“, bezahlst du nicht sofort den vollen Kaufpreis. Du zahlst monatlich in sogenannten Raten. Während der Leasing-Vertrag läuft, bleibt das Auto im Besitz des Händlers. Du mietest das Auto also nur. Damit das Auto dir gehört, musst du am Ende der Leasingdauer noch einen bestimmten Restbetrag bezahlen. Es gibt verschiedene Leasingmodelle. Informiere dich vorher gut, welches das richtige Modell für dich ist.

+ Du musst nicht alles auf einmal zahlen.
+ Du kannst nach kurzer Zeit bereits auf ein neueres Automodell umsteigen.
– Im Endeffekt ist ein Leasing meist teurer als ein sofortiger Kauf, da du auch Zinsen zahlen musst.
– Du musst eventuell auch Nachzahlungen leisten.
– Das Auto ist während der Leasingdauer nicht dein Eigentum.

Kredit:

Du kannst bei einer Bank um einen Kredit ansuchen, wenn du das Geld für ein eigenes Auto nicht auf der Seite hast. Die Bank leiht dir das benötigte Geld. Du musst aber nicht nur das geliehene Geld zurückzahlen, sondern auch Zinsen. Wichtig ist auch, dass die Laufzeit des Kredits (also die Zeit bis du deinen Kredit abgezahlt hast) nicht länger sein sollte, als die Lebensdauer des Autos. Eine zehnjährige Laufzeit für ein gebrauchtes Auto ist wenig sinnvoll, da du dann eventuell ein Auto abbezahlen musst, das du nicht mehr hast und zusätzlich ein neues Auto kaufen musst.

+ Du musst nicht alles auf einmal zahlen.
+ Das Auto gehört sofort dir.
– Es ist teurer als ein Barkauf, da du auch hier Zinsen zahlen musst.
– Es besteht die Gefahr, dass man den Kredit fertigzahlen muss, wenn man das Auto nicht mehr hat.

Wichtig: Vergleiche die Angebote von verschiedenen Kreditgebern!

Bar:

Eine weitere Möglichkeit ist natürlich auch, dass du das Auto direkt bar – also mit deinem eigenen Geld – bezahlst.

+ Das Auto gehört sofort dir.
+ Du musst keine monatlichen Zahlungen leisten.
+ Du kannst oft gute Rabatte heraushandeln.
– Du verlierst zu einem Zeitpunkt viel Geld auf einmal.

Welche Kosten fallen an?

Einmalige Kosten:

  • Kaufpreis (wenn du das Auto mit deinem eigenen Geld sofort bezahlst)
  • Kosten für die Anmeldung des Autos – mehr Infos hier.

Monatliche Kosten:

  • eventuell Leasingraten oder Kreditzahlungen
  • Parkplatz- bzw. Garagenmiete
  • Versicherung
    • KFZ Haftpflichtversicherung: diese Versicherung ist – wie der Name schon sagt – gesetzlich verpflichtend. Die Versicherung deckt Schäden, die du mit deinem versicherten Auto anderen zufügst (gilt nicht für Schäden an deinem eigenen Auto)
    • Kasko-Versicherung: diese versichert Schäden an deinem eigenen Auto. Man unterscheidet zwischen Teil- und  Vollkasko-Versicherungen. Der Unterschied liegt darin, dass bei der Vollkasko-Versicherung mehr Schäden versichert sind – erkundige dich am besten bei deiner/deinem VersicherungsberaterIn, über die Details. Die Kasko-Versicherung ist nicht verpflichtend.
    • Insassen-Unfallversicherung: das ist eine Sonderform der Unfallversicherung und versichert die Fahrgäste, die bei dir mitfahren. Auch diese Versicherung ist freiwillig.
      Genauere Infos zu Versicherungen findest du auch hier.

Kosten, die immer wieder anfallen: 

  • Kosten für den Autoputz
  • Tanken
  • Parktickets
  • Autobahnvignette(n)
  • Reparaturen
  • Kosten für Scheibenwischwasser und Frostschutzmittel – besonders im Winter
  • neue Reifen
  • Kosten für den Service
    • Du solltest dein Auto in regelmäßigen Abständen in einer Werkstatt zum Service bringen. Beim Service wird der Zustand des Autos überprüft und beispielsweise das Öl gewechselt. Ein regelmäßiger Service soll mögliche Schäden frühzeitig erkennen. So kann auch so manche teure Reparatur verhindert werden.
  • Kosten für das Pickerl
    • Einmal im Jahr musst du dein Auto in einer Werkstatt „vorführen lassen“. Dabei wird das Auto auf seine Sicherheit überprüft. Die gefundenen schweren Mängel müssen behoben werden, damit du wieder ein Pickerl bekommst und weiter damit fahren darfst. Genauere Infos dazu findest du auch auf www.oesterreich.gv.at.

 

aktualisiert 09/2019, aha.bludenz@aha.or.at