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Erfahre mehr über Projektförderungen in Vorarlberg und der Bodenseeregion.
Auch EU-Programme und -Initiativen, die andere Themenschwerpunkte setzen und Jugendliche nicht als Hauptzielgruppe haben, fördern Projekte für junge Menschen. Hier findest du eine Auswahl.
Ein Umweltprojekt in deiner Gemeinde, Mitarbeit im Sozial-, Jugend-, Umwelt- oder Kulturbereich oder kurzer Freiwilligeneinsatz – die ESK-Förderung macht’s möglich!
Das Europäische Solidaritätskorps fördert ein soziales und vielfältiges Europa sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt, indem solidarisches Handeln junger Menschen über Ländergrenzen hinweg ermöglicht wird. Das Engagement junger Menschen in Projekten und Aktivitäten, die der Gemeinschaft zugutekommen, wird im Zeitraum 2021 bis 2027 mit mehr als einer Milliarde Euro unterstützt.
Das ESK bietet jungen Menschen die Möglichkeit, sich in Freiwilligenprojekten im eigenen Land oder im Ausland zu engagieren. Gemeinnützige Organisationen und Unternehmen können mit Hilfe des ESK junge Erwachsene aus ganz Europa in ihr Team aufnehmen. Zudem werden lokale Projekte von jungen Menschen gefördert, die Bedürfnisse der eigenen Region aufgreifen.
Detaillierte Informationen zu den Förderschienen findest du im Programmleitfaden.
Lokale Solidaritätsprojekte
„Solidaritätsprojekte“ sind Projekte im eigenen Land, die von jungen Menschen von 18 bis 30 Jahren entwickelt und umgesetzt werden. Dabei überlegen sich die Jugendlichen, was in ihrem Umfeld (ihrem Ort, ihrem Bezirk, ihrer Region) gebraucht wird und wie ihr Projekt dazu beitragen kann. Organisationen oder Vereine können Jugendgruppen aus ihrem Umfeld bei der Umsetzung eines Solidaritätsprojekts unterstützen.
Die Themen für Solidaritätsprojekte sind breitgefächert und können zum Beispiel sein:
Projekte zur Steigerung des Umweltbewusstseins
Aktivitäten, die ein friedliches und positives Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Hintergründe und Herkunft fördern
Projekte, die den generationenübergreifenden Dialog in der Gemeinde ermöglichen
und mehr
Förderung
630 Euro pro Monat für Projektmanagement plus Coaching-Pauschale
Nächste Antragsfrist
Anfang Februar 2027 (Projektbeginn möglich ab Sommer 2027)
Junge Erwachsene zwischen 18 und 30 helfen zwei bis zwölf Monate in einer Organisation im Sozial-, Jugend-, Umwelt- oder Kulturbereich mit. Organisationen können im Rahmen von Freiwilligenprojekten junge motivierte Menschen aus Europa und seinen Nachbarländern gewinnen, die sich für ihr Projekt freiwillig engagieren.
Einsatzorte
Die Einsatzorte sind vielfältig und reichen vom Kindergarten über Jugend- und Kulturzentrum und Seniorenhaus bis hin zu Umweltprojekten.
Alter und Voraussetzungen
Jede*r junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren kann sich für ein solches Freiwilligenprojekt bewerben. Es sind keinerlei Zeugnisse oder Fachkenntnisse erforderlich. Im Vordergrund stehen die Lernerfahrung für die Freiwilligen sowie der Nutzen für die Organisationen, ihre Klient*innen und die lokale Gemeinschaft.
Freiwilligenteams
Freiwilligenteams bieten die Möglichkeit, in einer Gruppe bestehend aus 10 bis 40 Personen bei einem Projekt mitzuwirken. Dabei handelt es sich um kürzere Freiwilligeneinsätze zwischen zwei Wochen und zwei Monaten, die oftmals in den Ferien angeboten werden. Es ist möglich, gemeinsam mit Freund*innen mitzumachen. An Team-Projekten kann man beliebig oft teilnehmen.
Ihr möchtet Freiwillige in eurer Organisation aufnehmen?
Habt ihr in eurer Organisation interessante gemeinnützige Projekte und Aktivitäten, für die ihr zusätzliche helfende Hände braucht? Möchtet ihr jungen Menschen aus dem europäischen Raum die Chance geben, in eurer Organisation neue Fähigkeiten zu erlernen? Schätzt ihr gleichzeitig die kulturelle Diversität, den internationalen Flair?
Derzeit sind zehn europäische Freiwillige in Vorarlberger Organisationen im Einsatz. Die Aufnahmeorganisationen begleiten die jungen Erwachsenen in ihrer Lernerfahrung und unterstützen sie mit einem Beitrag zu den Unterbringungskosten.
Yvonne Egender: Tel, 05572 52212-44, yvonne.egender@aha.or.at, ESK-Freiwilligeneinsätze Entsendung von Jugendlichen aus Vorarlberg
Karla Zweier: Tel. 05572 52212-24, karla.zweier@aha.or.at, ESK-Freiwilligeneinsätze Aufnahme von Freiwilligen in Organisationen in Vorarlberg
Österreichische Nationalagentur Erasmus+
Auf der Website der Nationalagentur findest du alle Informationen über das Programm, den Link zu den Online-Antragsformularen und Tipps zur Antragstellung.
Jugendbegegnung, Partizipationsprojekt oder Weiterbildung für Jugendarbeiter*innen – Erasmus+ Jugend bietet zahlreiche Fördermöglichkeiten für deine Projektidee.
Erasmus+ wurde seit seiner Einführung als Studierenden-Austauschprogramm im Jahr 1987 erheblich erweitert und umfasst jetzt neben der allgemeinen und beruflichen Bildung auch die Bereiche Jugend und Sport. Erasmus+ Jugend ist der Programmteil für alle jungen Menschen für Projekte außerhalb der Schul- oder Hochschulbildung sowie für die außerschulische Jugendarbeit.
Mit einem Budget von mehr als 26 Milliarden Euro für die Jahre 2021 bis 2027 hat sich die aktuelle Programmgeneration von Erasmus+ das Ziel gesetzt, inklusiver, partizipativer, digitaler und umweltfreundlicher zu sein.
Die Jugendschiene des Programms fördert Mobilität sowie außerschulische interkulturelle und partizipative Lernerfahrungen für Jugendliche zwischen 13 und 30 Jahren sowie Weiterbildung und Vernetzung von Menschen, die in der Jugendarbeit tätig sind.
Über die Erasmus+ Akkreditierung des aha ist für Vorarlberger Organisationen ein unkomplizierter Zugang zu Fördermitteln für Jugendbegegnungen und Vernetzungsaktivitäten für haupt- oder ehrenamtliche Fachkräfte der Jugendarbeit möglich.
Detaillierte Informationen zu den Förderschienen findest du im Programmleitfaden.
Jugendbegegnungen
Zwei oder mehr Gruppen von Jugendlichen aus verschiedenen Ländern treffen sich und arbeiten gemeinsam an einem spannenden Thema (zum Beispiel Klimawandel, Menschenrechte und mehr). Zwei Möglichkeiten zur Umsetzung gibt es: Ihr fahrt auf eine Jugendbegegnung in einem Partnerland oder ihr veranstaltet ein Treffen bei euch zu Hause. Das Programm ist in der Regel ein bunter Mix aus Gruppenspielen, Outdoor-Aktivitäten, Workshops oder öffentlichen Aktionen. Auch ein interkultureller Abend darf natürlich nicht fehlen.
Wenn ihr als Gruppe von jungen Leuten zu einer Jugendbegegnung ins Ausland fahren möchtet, müsst ihr eine oder mehrere Partnergruppen aus anderen Ländern finden. Oder ihr stellt eure eigene internationale Jugendbegegnung in Österreich auf die Beine und sucht dafür um eine Förderung an.
Dauer
Mindestens 5 Tage, maximal 3 Wochen
Teilnehmer*innen
Mindestens 16, maximal 60 Jugendliche zwischen 13 und 30 Jahren plus Gruppenleiter*innen
Förderung
Pauschalsumme für Reisekosten, Pauschale pro Teilnehmer*in, Tagespauschale pro Teilnehmer*in, Vorbereitungsbesuch
Nächste Antragsfrist
Anfang Februar 2027 (Projektbeginn möglich ab Sommer 2027)
Hinweis
Ein stark vereinfachter Zugang zu Fördermitteln für Jugendbegegnungen ist über die Erasmus+ Akkreditierung des aha möglich. Weitere Informationen dazu bei Steve Hackert.
Eine Gruppe von mindestens vier Jugendlichen zwischen 13 und 30 Jahren oder ein Verein/eine Organisation setzt lokal oder mit Jugendlichen in einem anderen Land eine Projektidee um. Eure Ideen und eure Kreativität sind gefragt! Ihr organisiert euch euer Projekt selbst und arbeitet eigenständig. Klar könnt ihr euch von Profis unterstützen lassen, wenn nicht alles von euch leistbar ist.
Mit den Jugendpartizipationsprojekten werden folgende Ziele verfolgt:
Stärkung der Partizipation junger Menschen an der Zivilgesellschaft und dem demokratischen Leben
Entwicklung digitaler Kompetenzen und Medienkompetenz
Dialog mit Entscheidungsträger*innen auf allen Ebenen
Jugendpartizipationsprojekte können eine Vielzahl möglicher Formen und ihrer Kombinationen umfassen, zum Beispiel Workshops, Kampagnen, Simulationen, Dialoge mit Entscheidungsträger*innen und mehr.
Förderung
Pauschalsumme für die Umsetzung, Coachingkosten (wenn notwendig), Reisekosten- und Tagespauschale bei Treffen, Organisationspauschale für Veranstaltungen
Nächste Antragsfrist
Anfang Februar 2027 (Projektbeginn möglich ab Sommer 2027)
Weiterbildung und Vernetzung von Jugendarbeiter*innen
Training und Vernetzung auf europäischer Ebene. Jugendarbeiter*innen, Jugendleiter*innen und andere Menschen, die mit Jugendlichen arbeiten, haben die Chance, gemeinsam mit Teilnehmenden aus anderen Ländern für einige Tage neue Methoden der Jugendarbeit auszuprobieren. Dazu gehört auch, sich zu vernetzen, Kenntnisse des non-formalen Lernens zu vertiefen, Projektpartnerschaften mit anderen Jugendeinrichtungen aufzubauen und vieles mehr.
Förderfähig sind Studienbesuche, Job Shadowings, Seminare, Trainingskurse – ohne Altersbegrenzung nach oben für die Teilnehmer*innen.
Förderung
Pauschalsumme für Reisekosten und Tagespauschale pro Teilnehmer*in
Nächste Antragsfrist
Anfang Februar 2027 (Projektbeginn möglich ab Sommer 2027)
Hinweis
Ein stark vereinfachter Zugang zu Fördermitteln für Weiterbildungs- und Vernetzungsaktivitäten für In-der-Jugendarbeit-Tätige ist über die Erasmus+ Akkreditierung des aha möglich. Weitere Informationen dazu bei Steve Hackert
Neben der Möglichkeit, selber eine Weiterbildungsaktivität zu organisieren und dafür um EU-Förderung anzusuchen, gibt es auch zahlreiche Angebote, an bestehenden Weiterbildungen teilzunehmen: https://erasmusplus.oead.at/de/jugend/trainingskalender
Die sogenannten „Kleineren Partnerschaften“ eröffnen einen vereinfachten Zugang zu Erasmus+. Sie werden von mindestens zwei Organisationen aus zwei Ländern umgesetzt und richten sich an eher unerfahrene und kleine, lokale Organisationen, die ein erstes Erasmus+-Projekt durchführen sowie erste internationale Partnerschaften aufbauen wollen.
Durch die Kombination von grenzüberschreitenden und lokalen/nationalen Aktivitäten wird eine größere europäische Dimension auf die lokale Ebene gebracht. Die Möglichkeit der Einbeziehung lokaler Aktivitäten soll zudem die Einbeziehung von Personen mit geringeren Chancen in die Aktivitäten des Projekts erleichtern.
Dauer
6 Monate bis 2 Jahre
Förderung
Pauschale von 30.000 Euro oder 60.000 Euro
Nächste Antragsfrist
Frühjahr 2027 (Projektbeginn möglich ab Herbst 2027)
Organisationen aus drei oder mehr Ländern setzen innovative Jugend- und Bildungsprojekte um (auch sektorübergreifend, zum Beispiel Jugendarbeit – Schule – Wirtschaft).
Kooperationspartnerschaften ermöglichen eine länderübergreifende Zusammenarbeit und fördern den Austausch guter Praxis sowie die Entwicklung neuer Methoden und Angebote. Die Projekte sollen nachhaltig wirken und auf systemischer Ebene zur Veränderung beitragen. Im Jugendbereich werden insbesondere folgende Ziele verfolgt:
Förderung von Qualität, Innovation und Anerkennung der Jugendarbeit: Stärkung der Kompetenzen von Jugendarbeiter*innen für ihre Arbeit in Online- und Offline-Settings, Entwicklung von Methoden zur Erreichung marginalisierter Jugendlicher und Anti-Rassismus-Arbeit, Digitalisierung in der Jugendarbeit und mehr.
Stärkung der aktiven Bürger*innenschaft der Eigeninitiative und des unternehmerischen Denkens von jungen Menschen: Stärkung von sozialem Unternehmertum, interkulturellem Dialog und Toleranz
Stärkung der Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen: Stärkung von Schlüsselkompetenzen und Grundkenntnissen junger Menschen, Erleichterung des Übergangs zum Erwachsensein
Verbindungen zwischen Forschung, Politik und Praxis verfestigen: stärkere Verflechtungen zwischen diesen Handlungsfeldern im Jugendbereich, um evidenzbasierte Politik möglich und die Situation junger Menschen in Europa sichtbar zu machen
Unterstützung der Reaktion des Jugendbereichs in Europa auf den Krieg in der Ukraine
Förderung
Pauschale von 120.000 Euro, 250.000 Euro oder 400.000 Euro abhängig von den Zielen, Aktivitäten und geplanten Ergebnissen
Nächste Antragsfrist
Frühjahr 2027 (Projektbeginn möglich ab Herbst 2027)
Auf der Website der Nationalagentur findest du alle Informationen über das Programm, den Link zu den Online-Antragsformularen und Tipps zur Antragstellung.