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Du möchtest aktiv etwas in deinem Umfeld ändern und hast eine gute Idee? Du möchtest dich engagieren und auf Missstände aufmerksam machen? Hier findest du Möglichkeiten, wie du dich engagieren kannst, auch abseits von Wahlen.

Gibt es etwas in deiner Umgebung, das dich stört? Oder siehst du ein Problem, das du gerne ändern möchtest? Zum Beispiel: Du fährst gerne Skateboard, aber in deiner Gemeinde gibt es keinen Skatepark. Das findest du schade und du möchtest etwas daran ändern.

Neben dem Wählen gibt es auch andere Möglichkeiten, dich aktiv einzubringen und deine Meinung zu sagen – auch wenn du in Österreich nicht wahlberechtigt bist.

Hier sind ein paar Tipps, wie du etwas verändern kannst

Weitere Möglichkeiten

Du hast ein Anliegen und du möchtest dich dafür einsetzen? Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie du aktiv werden kannst:

Mehr findest du hier: Mitbestimmen – Jugendportal

So kannst du Unterstützung für deine Idee bekommen

Wer darf in Österreich wählen und welche Wahlmöglichkeiten hast du?

Wahlen

Die einfachste Möglichkeit dich einzubringen, ist wählen zu gehen. In Österreich darfst du das schon ab 16 Jahren. Aber auch davor kannst du deine Meinung sagen – zum Beispiel bei der Wahl von Klassen- oder Schulsprecher*innen.

Direkte Demokratie

Ab 16 Jahren kannst du bei vielen Dingen direkt mitentscheiden – wenn du die österreichische Staatsbürgerschaft hast oder Bürger*in eines EU-Landes bist. Zum Beispiel darfst du bei Gemeinderatswahlen wählen gehen. Das nennt man direkte Demokratie. Das bedeutet: Bürger*innen stimmen direkt über wichtige politische Themen ab. So können Menschen ihre Meinung zu einzelnen Fragen sagen. Das braucht aber viel Organisation und Zeit. Beispiele dafür sind Volksabstimmungen, Volksbegehren und Volksbefragungen.

Hier findest du ein kurzes Video zu den verschiedenen Möglichkeiten, wie du dich in Österreich einbringen kannst:

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Indirekte Demokratie

Österreich ist eine repräsentative Demokratie. Dabei haben wir regelmäßig Wahlen, bei denen wir Politiker*innen oder Parteien wählen können, die für uns Entscheidungen treffen. Das nennt man auch indirekte Demokratie. Du wählst direkt Personen oder Parteien, die dann deine Meinung vertreten – sei es auf EU-Ebene (Europäisches Parlament), in Österreich (Nationalrat), in deinem Bundesland (Landtag) oder in deiner Stadt/Gemeinde (Stadtrat/Gemeinderat). Die gewählten Parteien beschließen Gesetze, die unser Zusammenleben regeln.

Wer regelt was? Hier kannst du dich genauer informieren.

Warum braucht es in einer Demokratie Gesetze und wer macht diese? Informiere dich und erfahre mehr.

In einer Demokratie gibt es Gesetze. Gesetze helfen dabei, dass viele Menschen in einer großen Gemeinschaft friedlich zusammenleben. Stell dir vor, es gäbe keine Gesetze und alle würden tun, was sie möchten. Dabei würden sich wahrscheinlich vor allem die Stärkeren durchsetzen. Eine zentrale Aufgabe der Politik ist es daher, Regeln (Gesetze) für ein gemeinsames Miteinander zu gestalten.

Dabei gibt es verschiedene Ebenen, die für Gesetze zuständig sind:

Europäische Union

Die oberste Ebene bildet die Europäische Union (EU). Im Europäischen Parlament werden Gesetze beschlossen, die in der ganzen EU gelten. Beispielsweise wurde auf europäischer Ebene beschlossen, dass die Roaming-Gebühren gesenkt werden müssen. Durch diesen Beschluss wurde es somit günstiger, im EU-Ausland zu telefonieren.

Bund

In Österreich ist der Bund für Gesetze zuständig. Das Parlament besteht aus zwei Kammern, dem Nationalrat (erste Kammer) und dem Bundesrat (zweite Kammer). Gemeinsam beschließen sie Gesetze, wie zum Beispiel das Gesetz, dass gleichgeschlechtliche Paare heiraten dürfen. Die beschlossenen Gesetze müssen in allen neun Bundesländern befolgt werden.

Möchtest du genau wissen, wie das Österreichische Parlament funktioniert? Dann schau dir das Video dazu an:

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Bundesland

Die Landtage sind die Parlamente der Bundesländer in Österreich. Jedes Bundesland darf manche Regeln selbst bestimmen. Dazu gehört zum Beispiel das Jugendschutzgesetz. Darin steht, ab welchem Alter man Alkohol oder Tabakwaren kaufen darf und wie lange Kinder und Jugendliche ausgehen dürfen. Der Landtag von Vorarlberg macht die Regeln für das Jugendschutzgesetz in Vorarlberg.

Gemeinde

Dinge, die nur eine Stadt oder Gemeinde betreffen, werden auf der sogenannten kommunalen Ebene entschieden. Das Parlament auf Gemeindeebene heißt Gemeinderat oder Stadtrat. Politiker*innen, die im Gemeinde- oder Stadtrat sind, entscheiden zum Beispiel über neue Bauprojekte oder den Erhalt von Schulen.

Ohne mich im Vorhinein großartig über irgendetwas zu informieren, bin ich Ende August 2025 für vier Monate nach Dänemark in die Stadt Roskilde gezogen. Da ich mein Gap Year möglichst abwechslungsreich gestalten wollte, dachte ich, dass ein ESK-Freiwilligendienst ein perfekter Start wäre – und zum Glück hatte ich recht 🙂

Während meines Aufenthalts habe ich in einem typischen Kleinstadt-Kulturcafé namens „The Raven“ gearbeitet. Die Zeit war von den unterschiedlichsten Menschen, ob Mitarbeitende, andere Freiwillige oder Kunden, geprägt. Neben den klassischen Café- und Bar-Aufgaben, die Kaffees und Cocktails zubereiten, sowie kleinere Küchenarbeiten beinhalteten, wurde uns auch mit viel Vertrauen viel Verantwortung gegeben. Ebenso gab es die Option, ein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen. Ob ein Brettspielabend, Bingo & Beer, Neugestaltungen im Café oder Bastelabende – wir waren dabei in der Auswahl und Umsetzung sehr frei.

Besonders schön an Gimle (die Organisation hinter The Raven und einem weiteren Veranstaltungsort, in dem regelmäßig Live-Konzerte und Kulturevents stattfinden) sind die Möglichkeiten, die einem geboten werden. Ich kann nicht mehr an zwei Händen abzählen, auf wie vielen unterschiedlichen Konzerten ich während den vier Monaten war. Im Café werden entweder Konzerte von Newcomer Artists und Bands organisiert oder Jugendliche des Gymnasiums gestalten eigene Events mit zahlreichen Besuchern. Zusätzlich gibt es nebenan noch die Veranstaltungshalle, in der mehrmals wöchentlich Events stattfinden. Von dänischem Indie, über Rap, Dragshows und Body Slam bis zu sehr vielen Metal Konzerten war alles mit dabei. Auch wenn nicht alles der eigene Musikstil war und unsere Dänisch Kenntnisse meist bei weitem nicht ausreichten, waren es immer tolle Abende. Dennoch muss ich sagen, dass nicht immer alles leicht war und ich anfangs ein wenig gebraucht habe, um mich zurechtzufinden und wohlzufühlen, aber mit der Zeit wurde das immer besser, bis ich irgendwann gar nicht mehr gehen wollte. 😊

Roskilde selbst ist keine Großstadt, aber hat alles, was man braucht. Der Fjord und die Natur rundherum sind in Gehweite und toll für Spaziergänge. Vorteilhaft ist natürlich auch, dass Kopenhagen mit dem Zug sehr leicht zu erreichen ist.

Das Beste an Gimle war, dass man stets viele junge und alte, bunt durchmischte Menschen um sich herum hatte. Auch wenn es herausfordernde Momente gab, habe ich das Gefühl, dass ich sehr stark an der Zeit gewachsen bin und viel gelernt habe. Mein Tipp für alle zukünftigen Freiwilligen wäre definitiv, so offen wie möglich für alles Neue zu sein und nicht zu warten, dass etwas passiert, sondern von selbst Chancen zu ergreifen!

Ich für meinen Teil, kann es kaum abwarten in ein paar Monaten wieder für das Roskilde Festival zurückzukommen! 😉

Hinweis: Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen der Autorin oder des Autors bzw. der Autorinnen und Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der OeAD-GmbH wider. Weder die Europäische Union noch die OeAD-GmbH können dafür verantwortlich gemacht werden.

Eva Schweiker

Mein Name ist Eva, ich bin 19 Jahre alt und entweder am Musik hören, Trash TV schauen, Skifahren oder am Fragen stellen. Während meines Gap Years habe ich für vier Monate einen ESK in Dänemark gemacht und dabei sehr viel gelernt – am meisten über mich selbst 😊

Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen ausschließlich denen der Autor*innen und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der OeAD-GmbH wider. Weder die Europäische Union noch die OeAD-GmbH können dafür verantwortlich gemacht werden.