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Brutto, netto oder geringfügig – wenn du dein erstes eigenes Geld verdienst, hörst du viele neue Begriffe. Hier erklären wir, was hinter den Begriffen steckt.
Es gibt viele Wege, Geld zu verdienen. Ab 15 Jahren kannst du mit einem Ferien- oder Nebenjob Geld verdienen oder du startest eine Lehre. Egal welchen Weg du gehst, diese Begriffe solltest du kennen:
Vollzeit, Teilzeit oder geringfügig
Ob du Vollzeit oder Teilzeit arbeitest, hängt von der Branche, der Position im Job, deinen persönlichen Vorlieben, deinen Verpflichtungen, dem Einkommen und den Lebenshaltungskosten ab.
Vollzeit
Vollzeit bedeutet, dass du 40 Stunden (Normalarbeitszeit laut Gesetz) oder 38,5 Stunden (abhängig vom Kollektivvertrag) pro Woche arbeitest. Arbeitest du Vollzeit, verdienst du meistens mehr und wirst auch später mehr Pension bekommen, da du mehr Geld ins Pensionssystem einzahlst.
Teilzeit
Teilzeit bedeutet, du hast eine kürzere Arbeitszeit vereinbart, als im Gesetz (40 Stunden pro Woche) oder im Kollektivvertrag (38,5 Stunden pro Woche) vorgesehen ist.
Geringfügig
Neben der Schule oder Studium arbeiten einige auch geringfügig. Die geringfügige Arbeit zählt zur Teilzeitbeschäftigung. Der Unterschied zur Teilzeit ist, dass geringfügig Beschäftigte nur unfallversichert, jedoch nicht kranken- und pensionsversichert sind und eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreiten dürfen.
Brutto und netto
Brutto
Von deinem Einkommen (Brutto) werden Steuern und Sozialabgaben für Krankenversicherung, Unfallversicherung, Pensionskassa … abgezogen.
Netto
Das Nettoeinkommen ist das, was übrig bleibt und auf deinem Konto landet. Wie hoch dein Brutto- und Nettoeinkommen ist, kannst du auf deinem Lohnzettel ablesen.
Mit deinem Einkommen bezahlst du automatisch Steuern. Das sind öffentliche Abgaben, mit denen der Staat Dinge bezahlt, die wir alle brauchen (wie zum Beispiel Straßen, Krankenhäuser, Polizei, Feuerwehr, Schulen, Unis oder unsere Pensionen). Die bekanntesten Steuern sind die Lohnsteuer und die Umsatzsteuer.
Lohnsteuer
Sobald du dein eigenes Geld verdienst, fragst du dich vielleicht, warum das Nettoeinkommen oft weniger als das Bruttoeinkommen ist. Der Grund ist, dass du neben Sozialabgaben auch die Lohnsteuer bezahlen musst.
Wie hoch die Lohnsteuer ist, hängt von deinem Lohn ab. Je mehr du verdienst, desto höher ist die Lohnsteuer. Wenn dein Lohn jährlich eine gewisse Grenze nicht übersteigt, dann gibt es zwischen netto und brutto keinen Unterschied und die Beiträge bleiben gleich hoch.
Tipp
Durch einen Steuerausgleich (= Arbeitnehmerveranlagung) kannst du dir einen Teil der Lohnsteuer wieder zurückholen. Alle Informationen rund um den Steuerausgleich findest du hier. Nutze auch den kostenlosen AK Steuerservice
Umsatzsteuer
Wenn du etwas kaufst, wie zum Beispiel ein Buch oder ein Smartphone, zahlst du den Preis für das Produkt und zusätzlich einen Betrag, der als Umsatzsteuer bezeichnet wird. Diese Umsatzsteuer wird dann von den Unternehmen an die Regierung weitergeleitet. Du findest die Höhe der Umsatzsteuer auf jeder Rechnung deines Einkaufs.
Du kannst privat Nachhilfe nehmen – zum Beispiel über die aha Nachhilfebörse. In diesem Beitrag erfährst du, wie das funktioniert. Eine Checkliste weiter unten hilft dir, die passende Nachhilfe zu finden.
Suche nach eine*m passende*n Nachhilfelehrer*in – nach Bezirk, Fach und Schulstufe.
Kontaktiere den*die Nachhilfelehrer*in.
Viele bieten Online-Nachhilfe an. Wenn du das willst, wähle bei „Nachhilfe filtern“ die Option „Online-Nachhilfe möglich“.
Viele helfen auch bei Hausaufgaben oder beim Lernen. Wähle das Fach „Aufgaben- und Lernbetreuung“ bei deiner Suche, um solche Angebote zu finden.
Wichtig
Das aha hat keinen persönlichen Kontakt zu den Nachhilfelehrer*innen aus der aha Nachhilfebörse und trifft auch keine Auswahl. Daher kann das aha keine Garantie für deren Qualität übernehmen.
Checklist für die Auswahl
Lade dir hier die Checkliste herunter oder drucke sie dir aus.
Egal, ob du über die aha Nachhilfebörse, die Börse deiner Schule oder Zeitungsinserate nach privaten Nachhilfelehrer*innen suchst– achte bei der Auswahl auf diese Punkte:
Wissen & Erfahrung
Welche Ausbildung hat die Person (gute Noten, Schultyp, Schulstufe, Matura)?
Hat die Person schon Erfahrung mit Nachhilfe?
Erreichbarkeit
Ist die Person gut erreichbar?
Ruft sie schnell zurück?
Kannst du auch kurzfristig eine Nachhilfestunde vereinbaren?
Kosten
Wie lange dauert eine Nachhilfe-Einheit und wie viel kostet sie?
Passt der Preis zur Ausbildung der*des Nachhilfelehrers*in?
Gibt es eine kostenlose oder günstige Probestunde?
Was verlangen andere Nachhilfelehrer*innen?
Hausbesuch
Kommt der*die Nachhilfelehrer*in zu dir nach Hause?
Wenn ja, musst du extra für die Anfahrt zahlen?
Online-Nachhilfe
Über welchen Kanal findet die Online-Nachhilfe statt (Teams, WhatsApp-Videotelefonat, Zoom …)?
Ist die Person wirklich, wer sie vorgibt zu sein? Tipp: Am Anfang ist es am besten, wenn ein Elternteil im Hintergrund dabei ist.
Wie kann die Bezahlung sicher erfolgen (zum Beispiel Online-Banking)?
Wirkt die Person professionell?
Hat sie einen geeigneten Arbeitsplatz?
Ist sie gut auf den Unterricht vorbereitet?
Achte bei der Online-Nachhilfe darauf, wie du dich vor der Kamera zeigst. Verhalte dich so, als würdest du die Nachhilfe-Person persönlich treffen.
Hinweis
Online-Angebote können auch Risiken haben. Auf Saferinternet finden Eltern hilfreiche Infos zum sicheren Umgang mit dem Internet.
Probleme mit dem*der Nachhilfelehrer*in?
Wenn du dich unwohl fühlst oder Probleme mit deinemdeiner Nachhilfelehrerin hast, sprich sofort mit deinen Eltern darüber. Gemeinsam findet ihr bestimmt eine Lösung. Du kannst dich auch an eine andere erwachsene Person wenden, der du vertraust – zum Beispiel an eine Lehrperson.
Förderung für Nachhilfe
Die Vorarlberger Landesregierung vergibt Förderungen für Nachhilfe-Unterricht, wenn du dich damit auf eine Wiederholungsprüfung vorbereitest, die wichtig für den Aufstieg in die nächste Klasse ist. Wer die Förderung bekommen kann und wie viel Geld es gibt, erfährt du hier: Nachhilfeförderung.
Die Richtlinien und den Antrag kannst du downloaden, ausfüllen und per Post oder per E-Mail an folgende Adresse senden:
Amt der Vorarlberger Landesregierung Abteilung Bildung und Gesellschaft (IIa) Landhaus Römerstraße 15 6901 Bregenz bildung.gesellschaft@vorarlberg.at
Trage deine Daten kostenlos in der Nachhilfebörse ein.
Ein*e aha-Mitarbeiter*in schaltet dein Angebot in den nächsten Tagen frei.
Wenn sich deine Daten ändern, melde dich beim aha – telefonisch (05574-52212) oder per E-Mail: aha.bregenz@aha.or.at.
Achtung
Wenn du Nachhilfe gibst und Geld verdienst, musst du Steuern zahlen. Das aha muss bei Fragen vom Finanzamt oder der Österreichischen Gesundheitskasse Auskunft geben. Ab wann du Einkommenssteuer oder Sozialversicherung zahlen musst, erfährst du bei deinem zuständigen Finanzamt oder der gewerblichen Sozialversicherungsanstalt.
Freiwillig Nachhilfe geben
Über aha plus suchen Vorarlberger Organisationen immer wieder Jugendliche, die freiwillig Nachhilfe geben. So kannst du anderen helfen, etwas Gutes tun und dabei Punkte sammeln – die du gegen tolle Dankeschöns tauschen kannst.
Du hast finanzielle Schwierigkeiten oder Geldsorgen? Nur keine Schuldgefühle! Hier findest du Beratungsstellen.
– Schulden – Schuldenfallen – Hilfe aus den Schulden
Was sind Schulden?
Gibst du mehr Geld aus, als du hast, machst du Schulden. Schulden kannst du vermeiden, indem du einen Überblick über deine Einnahmen und Ausgaben hast und nicht mehr ausgibst, als du zur Verfügung hast.
Frag dich darum:
Wie viel Geld hast du monatlich zur Verfügung?
Wie viel Geld brauchst du für Miete, Gas/Strom, Lebensmittel, Öffi-Ticket, Handy, Internet oder Bekleidung?
Wie viel Geld kannst du jeden Monat sparen, zum Beispiel für Notfälle oder um dir etwas Größeres zu kaufen? Wie viel Geld kannst du für andere Sachen, die du nicht unbedingt braucht, ausgeben?
Bevor du dir Geld leihst und Schulden machst, überleg dir:
Kannst du das Geld der Bank unter den vereinbarten Bedingungen (Zeitpunkt, Zinsen) zurückzahlen?
Was passiert, wenn sich dein Einkommen verändert? Kannst du deine Schulden dann immer noch zurückzahlen?
Was passiert, wenn du dir Geld von einer*einem Freund*in leihst und nicht zurückzahlen kannst? Was bedeutet das für eure Freundschaft?
Was ist Überschuldung?
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Was sind Schuldenfallen?
Schuldenfallen sind Angebote, die auf den ersten Blick verlockend und günstig aussehen, aber es in Wirklichkeit nicht sind. Sie können durch zu viele Kredite, hohe Zinsen, versteckte Gebühren oder unklare Vertragsbedingungen entstehen.
Schau genau hin:
„Angebote“ wie zum Beispiel ein großartiges Gratishandy mit einem teuren Vertrag
Handynutzung im Ausland, vor allem im Nicht-EU-Raum
Konsumkredit für Möbel für die erste eigene Wohnung
Kontoüberzug
Shopping mit Kreditkarte
Autokauf auf Raten (Leasing)
Abschließen von Abos im Internet (zum Beispiel beim Streaming oder Online-Dating Plattformen)
Online-Shopping wie Klarna und Co
Ohne Fahrkarte mit den Öffis fahren – kann schnell sehr teuer werden!
Was passiert, wenn du deine Schulden nicht bezahlst?
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Bezahlst du eine Rechnung nicht, bekommst du eine oder mehrere Mahnungen. Bei jeder Mahnung wird der Rechnungsbetrag höher, weil du Verzugszinsen und Mahnspesen zahlen musst. Bezahlst du weiterhin nicht, können je nach Art deiner Schulden unterschiedliche Konsequenzen folgen:
Ein Inkassobüro oder eine Anwaltskanzlei meldet sich bei dir und fordert den Betrag ein. Es werden dir Inkassokosten oder Mahnspesen verrechnet.
Es kann zu einer Klage kommen. Verlierst du die Klage, musst du auch die Gerichtskosten bezahlen. Die Gläubiger*innen (Firmen, Banken oder Personen, denen du Geld schuldest) können dann eine Zwangsvollstreckung (Exekution) beantragen, wodurch ein Teil deines Lohns direkt abgezogen wird und dein*deine Arbeitgeber*in von deinen Schulden erfährt. Das ist dann die sogenannte Lohnpfändung. Unter 14 Jahren haften die Erziehungsberechtigten. Bei 14–18-Jährigen ohne Einkommen erfolgt die Fahrnisexekution. Die Lohnpfändung kann auch bei volljährigen Schüler*innen erfolgen. Dann erfolgt die Pfändung, sobald eine Arbeitsaufnahme erfolgt.
Bei Mietschulden kann es zu einer Räumungsklage und zu einer Zwangsräumung kommen. Du verlierst dann deine Wohnung. Die Mietschulden, Gerichtskosten und die Kosten für die Räumung erhöhen deine Schulden. Bei Energieschulden kann der Strom oder das Gas abgedreht werden.
Deine ersten Schritte
Sammle alle Papiere, die mit deinen Schulden zu tun haben in einem Ordner. Zum Beispiel: Rechnungen, Mahnungen, Verträge, Briefe von Inkassobüros… Wirf keine Unterlagen weg, sondern bewahre alles auf.
Sortiere die Unterlagen: Alle Unterlagen der jeweiligen Gläubiger*innen gehören zusammen und nach Datum sortiert. Das aktuelle Dokument kommt ganz nach oben. Dinge, die du per E-Mail bekommen hast, druckst du am besten aus und sortierst sie auch ein.
Mach eine Liste mit allen Schulden. Wem schuldest du wie viel?
Hast du alle Unterlagen? Wenn nicht – kümmere dich darum und lass dir Kopien schicken.
Den Kopf in den Sand stecken hilft nicht. Schaue regelmäßig in deinen Postkasten. Es hilft nicht, die Briefe zu ignorieren und die Schulden zu verdrängen.
Hol dir Hilfe
Viele junge Menschen haben Schwierigkeiten mit ihren Finanzen und verlieren den Überblick. Je länger du wartest, desto schwerer wird es, wieder ins Plus zu kommen.
ifs Schuldenberatung
Die ifs Schuldenberatung bietet kostenlose Beratungsgespräche und Unterstützung.