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Europafahne mit Händen

Förderungen der EU


Informationen zu Förderungen der Europäischen Union für Jugendprojekte

 

Hier findest du einen Überblick über die Förderschienen von Erasmus+ Jugend und die Möglichkeiten des Europäischen Solidaritätskorps. Unterstützt werden sowohl lokale als auch grenzüberschreitende Projekte.

Erasmus+ Jugend und Europäisches Solidaritätskorps

Erasmus+ Jugend

Erasmus+ wurde seit seiner Einführung als Studierendenaustauschprogramm im Jahr 1987 erheblich erweitert und umfasst jetzt neben der allgemeinen und beruflichen Bildung auch die Bereiche Jugend und Sport. Erasmus+ Jugend ist der Programmteil für alle jungen Menschen im Bereich der non-formalen und informellen Bildung.
Mit einem Budget von mehr als 26 Mrd. Euro für die Jahre 2021 – 2027 setzt sich die neue Programmgeneration von Erasmus+ das Ziel inklusiver, partizipativer, digitaler und umweltfreundlicher zu werden.

Die Jugendschiene des Programms fördert Mobilität sowie außerschulische interkulturelle und partizipative Lernerfahrungen für Jugendliche zwischen 13 und 30 Jahren sowie Weiterbildung und Vernetzung von Menschen, die in der Jugendarbeit tätig sind.

Über die Erasmus+-Akkreditierung des aha ist für Vorarlberger Organisationen ein unkomplizierter Zugang zu Fördermitteln für Jugendbegegnungen und Vernetzungsaktivitäten für Fachkräfte der Jugendarbeit möglich.

Detaillierte Informationen zu den Förderschienen findest du im Programmleitfaden, Kurzinfos zu den Förderschienen im Bereich außerschulische Jugendarbeit weiter unten.

Europäisches Solidaritätskorps (ESK)

Das Europäische Solidaritätskorps fördert ein soziales und vielfältiges Europa sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt, indem solidarisches Handeln junger Menschen über Ländergrenzen hinweg ermöglicht wird. Unterstützt wird das Engagement junger Menschen in Projekten und Aktivitäten, die der Gemeinschaft zugutekommen mit mehr als einer Milliarde Euro.

Das ESK bietet jungen Menschen die Möglichkeit sich in Freiwilligenprojekten im eigenen Land oder im Ausland zu engagieren. Gemeinnützige Organisationen und Unternehmen können mit Hilfe des ESK junge Erwachsene aus ganz Europa in ihr Team aufnehmen. Zudem werden lokale Projekte von jungen Menschen gefördert, die die Bedürfnisse der eigenen Region decken.

Detaillierte Informationen zu den Förderschienen findest du im Programmleitfaden, Kurzinfos zu den Förderschienen im Bereich außerschulische Jugendarbeit weiter unten.

Was wird gefördert?

Zur Inspiration findest du hier eine Auswahl bereits geförderter, österreichischer Projekte:

Erasmus+ Jugend: www.jugendinaktion.at/beispielprojekte

Europäisches Solidaritätskorps: www.solidaritaetskorps.at/category/beispielprojekte/

Jugendbegegnungen (Erasmus+)

Zwei oder mehr Gruppen von Jugendlichen aus verschiedenen Ländern treffen sich und arbeiten gemeinsam an einem spannenden Thema (z. B. Klimawandel, Menschenrechte usw.). Zwei Möglichkeiten zur Umsetzung gibt es: Ihr fahrt auf eine Jugendbegegnung in einem Partnerland oder ihr veranstaltet ein Treffen bei euch zu Hause. Das Programm ist in der Regel ein bunter Mix aus Gruppenspielen, Outdoor-Aktivitäten, Workshops oder öffentlichen Aktionen. Auch ein interkultureller Abend darf natürlich nicht fehlen.

Wenn ihr als Gruppe von jungen Leuten zu einer Jugendbegegnung ins Ausland fahren möchtet, müsst ihr eine oder mehrere Partnergruppen aus anderen Ländern finden. Oder ihr stellt eure eigene internationale Jugendbegegnung in Österreich auf die Beine und sucht dafür um eine Förderung an.

Dauer: mindestens 5 Tage, maximal 3 Wochen

Teilnehmer*innen: mindestens 16, maximal 60 Jugendliche zwischen 13 und 30 Jahren

Förderung: Pauschalsumme für Reisekosten, Pauschale pro Teilnehmer*in, Tagespauschale pro Teilnehmer*in, Vorbereitungsbesuch

Zum Beispiel: Walser Jugendbegegnung: Unter dem Motto „Lost Tribes in Europe“ und „Lost Tribe Re-found“ trafen sich im August 2021 und 2022 25 Jugendliche aus Walsergemeinden in Norditalien, Liechtenstein und Vorarlberg, um sich über die gemeinsame Kultur und das Leben als Jugendliche*r in einem Bergtal auszutauschen.

Nächste Antragsfrist:
1. Oktober 2024 (frühestmöglicher Projektbeginn: Jänner 2025)

Ein stark vereinfachter Zugang zu Fördermitteln für Jugendbegegnungen ist über die Erasmus+-Akkreditierung des aha möglich. Weitere Informationen dazu bei Steve Hackert.

Weitere Infos: https://erasmusplus.at/de/jugend/jugendbegegnungen

Jugendpartizipationsprojekte (Erasmus+) – NEU!

Eine Gruppe von mindestens vier Jugendlichen zwischen 13 und 30 Jahren oder ein Verein/eine Organisation setzt lokal oder mit Jugendlichen in einem anderen Land eine Projektidee um. Eure Ideen und eure Kreativität sind gefragt! Ihr organisiert euch euer Projekt selbst und arbeitet eigenständig. Klar könnt ihr euch von Profis unterstützen lassen, wenn nicht alles von euch leistbar ist.

Mit den Jugendpartizipationsprojekten werden folgende Ziele verfolgt:

  • Stärkung der Partizipation junger Menschen an der Zivilgesellschaft und dem demokratischen Leben
  • Stärkung des europäischen Bewusstseins, Beitrag zur Umsetzung der Europäischen Jugendziele
  • Entwicklung digitaler Kompetenzen und Medienkompetenz
  • Dialog mit Entscheidungsträger*innen auf allen Ebenen

Jugendpartizipationsprojekte können eine Vielzahl möglicher Formen und ihrer Kombinationen umfassen, zum Beispiel Workshops, Kampagnen, Simulationen, Dialoge mit Entscheidungsträger*innen usw.

Förderung: Pauschalsumme für die Umsetzung; Coachingkosten, wenn notwendig; Reisekosten- und Tagespauschale bei Treffen; Organisationspauschale für Veranstaltungen

Zum Beispiel: Jugendpartizipationsprojekt Klimawandel in deiner Region – engagiere dich jetzt: Das grenzüberschreitende Jugendpartizipationsprojekt bot jungen Menschen die Möglichkeit, eigene Ideen und Vorschläge zum Klimaschutz im Bodenseeraum einzubringen, sie mit Politiker*innen zu diskutieren und ihre Realisierung zu planen. Teil des Projekts war auch ein Besuch im Europaparlament und beim Europarat in Straßburg.

Nächste Antragsfrist:
1. Oktober 2024 (frühestmöglicher Projektbeginn: Jänner 2025)

Weitere Infos: https://erasmusplus.at/de/jugend/youth-participation-activities

Weiterbildung und Vernetzung für Jugendarbeiter*innen (Erasmus+ und ESK)

Training und Vernetzung auf europäischer Ebene. Jugendarbeiter*innen, junge Menschen und Interessierte haben die Chance, gemeinsam mit Teilnehmenden aus anderen Ländern für einige Tage neue Methoden der Jugendarbeit auszuprobieren. Dazu gehört auch, sich zu vernetzen, Kenntnisse des non-formalen Lernens zu vertiefen, Projektpartnerschaften mit anderen Jugendeinrichtungen aufzubauen und vieles mehr.

Förderfähig sind Studienbesuche, Jobshadowings, Seminare, Trainingskurse, ohne Altersbegrenzung für die Teilnehmer*innen.

Förderung: Pauschalsumme für Reisekosten und Tagespauschale pro Teilnehmer*in

Nächste Antragsfrist:
1. Oktober 2024 (frühestmöglicher Projektbeginn: Jänner 2025)

Ein stark vereinfachter Zugang zu Fördermitteln für Weiterbildungs- und Vernetzungsaktivitäten ist die Erasmus+-Akkreditierung des aha möglich. Weitere Informationen dazu bei Veronika Drexel.

Weitere Infos: https://erasmusplus.at/de/jugend/fachkraeftemobilitaeten

Neben der Möglichkeit, selber eine Weiterbildungsaktivität zu organisieren und dafür um EU-Förderung anzusuchen, gibt es auch zahlreiche Angebote,  an bestehenden Weiterbildungen teilzunehmen.

Informationen über europäische Weiterbildungen:

Kooperationspartnerschaften (Erasmus+)

Organisationen aus drei oder mehr Ländern setzen innovative Jugend- und Bildungsprojekte um (auch sektorübergreifend, z. B. Jugendarbeit – Schule – Wirtschaft).

Strategische Partnerschaften ermöglichen die länderübergreifende Zusammenarbeit und fördern den Austausch guter Praxis sowie die Entwicklung neuer Methoden und Lernangebote. Die Projekte sollen nachhaltig wirken und auf systemischer Ebene zur Veränderung beitragen. Im Jugendbereich werden insbesondere folgende Ziele verfolgt:

  • Förderung von qualitativ hochwertiger Jugendarbeit, insbesondere Projekte, die mit benachteiligten Jugendlichen als Zielgruppe arbeiten und solche, die den interkulturellen Dialog fördern und Anti-Diskriminierungsarbeit zum Thema haben
  • Unterstützung von bereichsübergreifenden Projekten, die Empowerment und aktive Beteiligung junger Menschen fördern
  • Förderung von (sozialem) Unternehmertum bei jungen Menschen
  • Internationalisierung und Professionalisierung der Jugendarbeit: Förderung von Kompetenzen, Auf- und Ausbau von Qualitätsstandards, Verknüpfung von Praxis, Politik und Forschung

Förderung: Pauschale von 120.000 Euro, 250.000 Euro oder 400.000 Euro abhängig von den Zielen, Aktivitäten und geplanten Ergebnissen

Nächste Antragsfrist:
1. Oktober 2024 (frühestmöglicher Projektbeginn: Jänner 2025)

Weitere Infos: https://erasmusplus.at/de/jugend/kooperationspartnerschaften, Webinar Antragsrunde 2022: KA2: Was ist neu? Finanzierungslogik etc. für Kleinere und Kooperationspartnerschaften (4.2.2022)

Zum Beispiel: Strategische Partnerschaft „Active citizenship pays off: European cooperation on a recognition system for volunteering and active people“ (2016 – 2018): Mit diesem Projekt möchten die Partner aha – Jugendinformationszentrum Vorarlberg, Young Scot/Schottland und das Büro für Zukunftsfragen beim Amt der Vorarlberger Landesregierung freiwilliges Engagement unter Jugendlichen fördern. Das Wissen und die Erfahrung der Projektpartner über Anerkennungssysteme für freiwilliges Engagement wurde geteilt und ein solches System, bei dem Jugendliche für ihre aktive Beteiligung Punkte sammeln und dafür als Anerkennung sinnvolle Produkte und Möglichkeiten für besondere Erfahrungen erhalten, wurde entwickelt. Zusätzlich wird für die Erfassung von Art und Umfang der freiwilligen Tätigkeit der Jugendlichen ein „Engagement-Lebenslauf“ ausgearbeitet, der die erworbenen Kompetenzen dokumentiert.

Ergebnisse dieses Projekts sind die Plattform aha plus sowie ein Handbuch zur Entwicklung der Anerkennungssysteme aha plus und Young Scot Rewards.

Zum Beispiel: Kooperationspartnerschaft FITDDJI -Fit für die Digitale Jugendarbeit in Europa: Partizipation gestalten – digital / divers / hybrid: Mit Beginn der Corona-Krise wurden erfolgreiche Massnahmen der Jugendbeteiligung abrupt unterbrochen oder beendet. Die Strukturen der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit waren nicht oder nur ungenügend auf diese neue Situation vorbereitet und digitale Angebote zur Jugendbeteiligung haben nach wie vor Seltenheitswert.  Daraus entstand die Idee, Fachkräfte für digitale Jugendbildung zu befähigen und gute Praxis sichtbar zu machen. Dazu sollen digitale Tools mit Fachkräften und jungen Menschen gesammelt, getestet, in einer Übersicht veröffentlicht und auch eine Fortbildung konzipiert werden.

Kleinere Partnerschaften (Erasmus+) – NEU!

Die sogenannten „Kleineren Partnerschaften“ eröffnen neue, vereinfachte Zugänge zum Programm. Sie werden von mindestens zwei Organisationen aus zwei Programmländern umgesetzt und richten sich an eher unerfahrene und kleine, lokale Organisationen, die ein erstes Projekt im Programm durchführen sowie erste internationale Partnerschaften aufbauen wollen.

Durch die mögliche Kombination von grenzüberschreitenden und lokalen/nationalen Aktivitäten wird eine größere europäische Dimension auf die lokale Ebene gebracht. Die Möglichkeit der Einbeziehung lokaler Aktivitäten soll zudem die Einbeziehung von Personen mit geringeren Chancen in die Aktivitäten des Projekts erleichtern.

Dauer: 6 Monate bis 2 Jahre

Förderung: Pauschale von 30.000 Euro oder 60.000 Euro

Nächste Antragsfrist:
1. Oktober 2024 (frühestmöglicher Projektbeginn: Jänner 2025)

Weitere Infos: https://erasmusplus.at/de/jugend/kleinere-partnerschaften, Webinar Antragsrunde 2022: KA2: Was ist neu? Finanzierungslogik etc. für Kleinere und Kooperationspartnerschaften (4.2.2022), Padlet zum Thema, Videotutorial von der Schreibwerkstatt 2023

Freiwilligenprojekte (ESK)

Junge Erwachsene zwischen 18 und 30 helfen zwei bis zwölf Monate in einer Organisation im Sozial-, Jugend-, Umwelt- oder Kulturbereich mit. Organisationen können im Rahmen von Freiwilligenprojekten junge motivierte Menschen aus Europa und seinen Nachbarländern gewinnen, die sich für ihr Projekt freiwillig engagieren. Die Einsatzorte sind vielfältig und reichen vom Jugend- und Kulturzentrum, über Hort und Kindergarten, Pflegeeinrichtungen bis hin zu Seniorenhäusern. Jede*r junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren kann sich für ein solches Freiwilligenprojekt bewerben. Es sind keinerlei Zeugnisse oder Fachkenntnisse erforderlich. Im Vordergrund stehen die Lernerfahrung für die Freiwilligen sowie der Nutzen für die Organisationen, ihren Klient*innen und die lokale Gemeinschaft.

Freiwilligenteams bieten die Möglichkeit, in einer Gruppe bestehend aus 10 bis 40 Personen bei einem Projekt mitzuwirken. Dabei handelt es sich um kürzere Freiwilligeneinsätze zwischen zwei Wochen und zwei Monaten, die oftmals in den Ferien angeboten werden. Es ist möglich, gemeinsam mit Freund*innen mitzumachen. An Team-Projekten kann man beliebig oft teilnehmen.

Zum Beispiel: Einige junge Menschen haben Eindrücke von ihrem Freiwilligeneinsatz in einem Beitrag für unseren Blog festgehalten: www.ahamomente.at/esk

Weitere Infos: www.aha.or.at/esk

Ihr möchtet Freiwillige in eurer Organisation aufnehmen? 
Habt ihr in eurer Organisation interessante gemeinnützige Projekte und Aktivitäten, für die ihr zusätzliche helfende Hände braucht? Möchtet ihr jungen Menschen aus dem europäischen Raum die Chance geben, in eurer Organisation neue Fähigkeiten zu erlernen? Schätzt ihr gleichzeitig die kulturelle Diversität, den internationalen Flair?

Derzeit sind zehn europäische Freiwillige in Vorarlberger Organisationen im Einsatz. Die Aufnahmeorganisationen begleiten die jungen Erwachsenen in ihrer Lernerfahrung und unterstützen sie mit einem Beitrag zu den Unterbringungskosten.

Praxisnahe Infos zum inklusiven Potenzial von Freiwilligenteam-Projekten bietet diese Broschüre.

Fiona Neichel aus Deutschland, die von September 2021 bis Juli 2022 das  aha als Freiwillige unterstützt hat, erzählt im Interview mit Raphaela und André, wie es dazu kam:

Weitere Infos: www.aha.or.at/esk-ao

Jobprojekte (ESK) – ausgelaufen

Junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren hatten bis 2023 auch die Möglichkeit, an einem Job- oder Praktikumsprojekt teilzunehmen:

  • Gefördert wurden Jobs, die länger als drei Monate und Praktika, die länger als zwei Monate dauern.
  • Die Teilnehmer*innen kamen entweder aus Österreich und traten die Stelle im EU-Ausland an oder kamen aus dem EU-Ausland nach Österreich. Die Nationalität spielte hierbei keine Rolle.
  • Unterstützt wurden nur Jobs und Praktika, die die Solidarität in Europa stärken. Die offizielle Definition des ESK lautet wie folgt: „Jeder Beruf, unabhängig davon, ob es sich um einen Beruf handelt, der hochqualifizierte oder niedrigqualifizierte Arbeitskräfte erfordert, und unabhängig davon, zu welchem Sektor er gehört, kann als solidarische Tätigkeit angesehen werden, sofern Art und / oder Umfang dieser besonderen Tätigkeit einen klaren Wunsch beinhaltet, sich für das Gemeinwohl einzusetzen und anderen zu dienen.“

Zum Beispiel: Von Juni 2021 bis Juni 2022 war Mohammad Ali Khavari, der vor einigen Jahren aus Afghanistan nach Vorarlberg geflüchtet war, im Rahmen eines ESK-Jobprojekts bei der Offenen Jugendarbeit Dornbirn im Einsatz. Er hat vor allem im Jugendtreff „Arena“ und in der mobilen Jugendarbeit mitgeholfen. Auch in der koje – Koordinationsbüro für Offene Jugendarbeit und Entwicklung war von März bis August 2022 ein junger Mann mit ESK-Jobförderung beschäftigt: Sam Gouber kommt aus Luxemburg und unterstützte in den Jugendtreffs „Point“ in Meiningen und „Route 66“ in Übersaxen, in der mobilen Jugendarbeit und bei der Eventbegleitung „taktisch klug“.

Lokale Solidaritätsprojekte (ESK)

Solidaritätsprojekte sind Projekte im eigenen Land, die von jungen Menschen von 18 bis 30 Jahren entwickelt und umgesetzt werden. Dabei überlegen sich die Jugendlichen, was in ihrem Umfeld (ihrem Ort, ihrem Bezirk, ihrer Region) gebraucht wird und wie ihr Projekt dazu beisteuern kann. Die Themen für Solidaritätsprojekte sind breitgefächert und können, z. B. sein: Projekte zur Steigerung des Umweltbewusstseins, Aktivitäten die ein friedliches und positives Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Hintergründe und Herkunft fördern, Projekte, die den generationenübergreifenden Dialog in der Gemeinde ermöglichen. Organisationen können Jugendgruppen aus ihrem Umfeld bei der Umsetzung eines Solidaritätsprojekts unterstützen.

Förderung: 500 Euro pro Monat für Projektmanagement plus Coaching-Pauschale

Nächste Antragsfrist:
1. Oktober 2024 (frühestmöglicher Projektbeginn: Jänner 2025)

Zum Beispiel:

Beim Projekt „Girls be Girls and Boys be Boys“ des Vereins MIJA (Wörgl) werden bei monatlichen Workshops Geschlechter und Rollenbilder hinterfragt: https://www.meinbezirk.at/kufstein/c-lokales/woergl-klaert-ueber-rollenbilder-und-geschlechter-auf_a6535854

Rebecca Malenschek setzte 2022/23 mit vier Freunden den Trojad-Podcast als Solidaritätsprojekt um. Reinhören lohnt sich: www.ojad.at/2022/09/30/trojad 

Eloisa Zoroddu und ihr Projektteam haben sich 2022/23 mit dem Projekt „4 Steps To Connection“ zum Ziel gesetzt, in vier Schritten mit Methoden des non-formalen Lernens, mit Yoga und gemeinsamem Essen draußen in der Natur in Schnifis und Umgebung sich selbst und einander besser kennenzulernen und eine stärkere Verbundenheit mit der Natur zu erfahren: www.aha.or.at/4-steps-to-connection

Judith Faißt hat mit anderen jungen Menschen aus Vorarlberg 2019 mit Kindern in Alberschwende eine interkulturelle Musiksommerwoche umgesetzt. Einige Kinder erhielten in der Folge auch die Möglichkeit, ein Instrument zu lernen: www.weltklaenge.com/musiksommer

Weitere Infos: www.solidaritaetskorps.at/fuer-jugendliche/solidaritaetsprojekte/, Webinar Kick-off Workshop Solidaritätsprojekte (13.7.2022)

Inklusion

Die beiden EU-Jugendprogramme sind für ALLE Jugendlichen offen. Beteiligen sich junge Leute, die aus dem einen oder anderen Grund weniger Möglichkeiten haben als andere – weil sie zum Beispiel eine Behinderung haben, sozial oder gesundheitlich benachteiligt sind oder die Ausbildung abgebrochen haben –, gibt es besondere Unterstützungsmöglichkeiten.

Wie inklusiv sind meine Veranstaltungen? Mach den Test mit dem Inclusion Meter von SALTO. Es identifiziert mögliche Barrieren, die es bei geplanten Veranstaltungen gibt, und hilft mit wertvollen Tipps und Hinweisen, damit dein Event noch inklusiver wird.

Wie die Beteiligung von Menschen mit Behinderung gelingen kann, zeigt dieses Video. Es ist die Aufzeichnung einer Infoveranstaltung zu Fördermöglichkeiten für Inklusionsprojekte mit vier Erfahrungsberichten von jungen Leuten, die lokale und internationale EU-Projekte umgesetzt haben.

Wann können Projekte beantragt werden?

Siehe oben bei den einzelnen Förderschienen (wird laufend aktualisiert).

Wo gibt es Unterstützung?

aha – Jugendinfo Vorarlberg

Das aha berät über die Fördermöglichkeiten im Rahmen der Programme und unterstützt bei der Partnersuche und Antragstellung.

Kontaktpersonen:
Yvonne Waldner: 05572 52212-44, ESK-Freiwilligeneinsätze Entsendung von Jugendlichen aus Vorarlberg
Karla Zweier: 05572 52212-24, ESK-Freiwilligeneinsätze Aufnahme von Freiwilligen in Organisationen in Vorarlberg
Steve Hackert: 05572 52212-34, alle anderen Förderschienen

Österreichische Nationalagentur Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps

Auf der Website der Nationalagentur findest du alle Informationen über die Programme, den Link zu den Online-Antragsformularen und Tipps zur Antragstellung.

OeAD – Österreichischer Austauschdienst
Ebendorferstraße 7, 1010 Wien
Tel 01-53408
jugend@oead.at

https://erasmusplus.at/de/jugend/
www.solidaritaetskorps.at

Projektdatenbank

Ideen und Inspirationen für eigene Projekte liefern die Projektdatenbanken, die Kurzbeschreibungen aller bereits geförderten Projekte enthalten:
Erasmus+: https://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/projects_de
Europäisches Solidaritätskorps: https://europa.eu/youth/solidarity/projects_en

Österreichische Projektbeispiele finden sich hier:
Erasmus+ Jugend: www.jugendinaktion.at/beispielprojekte
Europäisches Solidaritätskorps: www.solidaritaetskorps.at/category/beispielprojekte/

Europäische Trainingsangebote

Der Trainingskalender informiert über Weiterbildungs- und Vernetzungsangebote in ganz Europa.

T-Kits

Die T-Kits enthalten Informationen und Tipps zu unterschiedlichen Themen der (internationalen) Jugendarbeit: Projektmanagement, Interkulturelles Lernen, Inklusion usw.

Newsletter und Infos über weitere Förderungen

Einmal im Monat informieren wir im E-Mail-Newsletter „Aktuelles aus dem aha“ über internationale Weiterbildungsangebote und andere Aktivitäten für Jugendliche und in der Jugendarbeit Tätige. E-Mail-Newsletter bestellen

Informationen über weitere lokale, regionale und europäische Fördermöglichkeiten für Projekte für und mit Jugendlichen finden sich hier und auf unserem Infoblatt.

Aktuelle Einreichfristen für Jugendförderungen, Preise, Wettbewerbe usw. gibt es hier.

EUROPE DIRECT Vorarlberg informiert über weitere Fördermöglichkeiten der Europäischen Union (Interreg usw.): www.vorarlberg.at/europa

aktualisiert 5/2024

Lea Baur mit anderen ESK-Freiwilligen beim On-Arrival Training

ESK-Freiwilligendienst (Langzeit-Einsatz)


Engagiere dich mit dem ESK-Freiwilligendienst in einem anderen Land Europas.

 

Mit dem Freiwilligendienst des Europäischen Solidaritätskorps (ESK) hilfst du im Sozial-, Kultur- oder Umweltbereich mit, entdeckst dabei ein anderes Land, schließt neue Bekanntschaften und lernst nebenbei eine Sprache – und das fast kostenlos.

Wichtig: Das aha ist die ESK-Regionalstelle für alle, die ihren Wohnsitz in Vorarlberg haben. Falls du aus einem anderen Teil in Österreich bist, melde dich bitte hier bei der Regionalstelle für dein Bundesland.

Was bedeutet ESK?

Mit dem Freiwilligendienst im Rahmen des EU-Förderprogramms Europäisches Solidaritätskorps (kurz ESK) kannst du bei einem gemeinnützigen Projekt im Ausland freiwillig mithelfen. Der ESK-Freiwilligendienst wird zum Großteil von der EU finanziert. Du bekommst vor deiner Abreise Unterstützung bei der Vorbereitung und während deines Einsatzes Unterstützung vor Ort. Bei gemeinsamen Trainings während des Einsatzes lernst du andere Freiwillige aus verschiedenen Ländern kennen, die gleichzeitig mit dir den ESK-Freiwilligendienst machen.

Wer kann teilnehmen?

Die einzige Voraussetzung ist, dass du bei Projektstart zwischen 18 und 30 Jahre alt bist (die Projektsuche ist schon mit 17 möglich). Du brauchst:

  • keine Fremdsprachenkenntnisse (wobei Englischkenntnisse von Vorteil sind),
  • keine spezielle oder abgeschlossene Ausbildung,
  • keine Erfahrung im gewünschten Einsatzbereich.

Für alle: Du bist auch willkommen, wenn du eine Beeinträchtigung hast, gesundheitlich benachteiligt bist oder die Ausbildung abgebrochen hast. Bei Bedarf gibt es besondere Unterstützungsmöglichkeiten. Am wichtigsten ist, dass du motiviert bist, dich zu engagieren.

Wie lange dauert ein Einsatz?

Individueller Langzeit-Einsatz
Ein Einsatz dauert zwei bis maximal zwölf Monate. Meist ist es einfacher, längere Projekte zu finden (etwa acht bis zwölf Monate). Auch wenn du dich allein auf den Weg machst, kann es gut sein, dass du mit anderen Freiwilligen zusammenarbeitest und/oder -wohnst. Solch einen Einsatz kannst du nur einmal absolvieren.

Freiwilligenteams
Freiwilligenteams bieten die Möglichkeit in einer Gruppe bestehend aus mindestens 5 Personen bei einem Projekt mitzuwirken. Dabei handelt es sich um kürzere Freiwilligeneinsätze zwischen zwei Wochen und zwei Monaten, die oftmals in den Ferien angeboten werden. Es ist möglich, gemeinsam mit Freund*innen mitzumachen. An Team-Projekten kannst du auch teilnehmen, auch wenn du bereits einen Langzeitfreiwilligendienst absolviert hast. Insgesamt dürfen junge Menschen höchstens 12 Monate Tätigkeiten im Rahmen des ESK-Freiwilligendiensts (kurz und lang) durchführen.

Wo finden ESK-Freiwilligendienst-Projekte statt?

Einsätze können in allen EU-Mitgliedsstaaten sowie in Island, Liechtenstein, Nordmazedonien, in der Türkei und in Ausnahmefällen in Partnerländern der EU stattfinden. Unter speziellen Voraussetzungen ist ein Einsatz im Inland möglich, beispiels­weise für Asylwerber*innen. Achtung: Großbritannien ist seit dem Brexit kein Programmland mehr.

Engagieren kannst du dich bei einer gemeinnützigen Einrichtung aus den folgenden Bereichen:

  • Umwelt & Natur: Biobauernhof, Tierheim, Nationalpark …
  • Soziales: Kindergarten, Altersheim, Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigungen, Schule, Jugendzentrum, Flüchtlingsheim …
  • Kultur & Medien: Kulturcafé, Theaterverein, Radio, Bibliothek …
  • Es gibt unterschiedlichste Organisationen, die ESK-Freiwillige aufnehmen und die Möglichkeiten deines Einsatzes sind daher vielfältig.

Wie viel kostet der ESK-Freiwilligendienst?

Bis auf einen eventuellen Teil der Reisekosten ist der ESK-Freiwilligendienst für dich kostenlos. Alle weiteren Kosten sind durch das EU-Förderprogramm Europäisches Solidaritätskorps und die Aufnahmeorganisation gedeckt. Dies beinhaltet Unterkunft und Verpflegung, ein monatliches Taschengeld (ca. € 200; an die Lebenshaltungskosten des Landes angepasst), einen Reisekostenzuschuss sowie Transportkosten vor Ort, die Versicherung, einen (Online-)Sprachkurs und Trainings. Zudem haben österreichische Teilnehmer*innen unter 24 Jahren Anspruch auf Familienbeihilfe.

Wann muss ich mich bewerben?

Die Kontaktaufnahme mit dem aha und die Suche nach einer Aufnahme­organisation sollten am besten einige Monate vor dem gewünschten Projekt­start passieren. Es gibt jedoch keine einheitlichen Bewerbungsfristen. Wer spontan und flexibel ist, kann auch kurzfristig einen Projektplatz ergattern.

Was sind die nächsten Schritte?

Du überlegst dir, einen ESK-Freiwilligendienst anzutreten? Das sind die nächsten Schritte!

Häufig gestellte Fragen

Eine Liste mit häufig gestellten Fragen findest du hier.

Erfahrungsberichte

Auf unserem Blog werden laufend neue Berichte von unseren ESK-Freiwilligen veröffentlicht.

Lisa Böhm bei ihrem ESK-Freiwilligendienst in Ungarn.

Lisa Boehm

Eine Übersicht der aktuellen Freiwilligen in und aus Vorarlberg findest du hier:

What the ESK?!

Und, bist du nun ein ESK-Freiwilligendienst-Profi? Teste dein Wissen und kassiere aha plus Punkte!

Beispiele für Projekte

Mehr aktuelle Projekte findest du im Europäischen Jugendportal.

Mehr Infos

aktualisiert 09/2024

Tipps für deine Bewerbungsunterlagen


Hier bekommst du Informationen zum Aufbau deines Lebenslaufs und Tipps für dein Bewerbungsschreiben, Bewerbungsfoto und Deckblatt.

 

Notiz: Weitere Tipps für die Erstellung von Bewerbungsunterlagen findest du in unserer Broschüre (PDF) ab Seite 24, Muster-Vorlagen gibt es hier.

Bewerbungsschreiben

Mann, der vor Laptop sitzt und überlegt

pexels_Michael Burrows

Das Bewerbungsschreiben ist das erste Blatt in deiner Bewerbungsmappe.

Ziel des Bewerbungsschreibens ist es

  • Interesse an deiner Person zu wecken,
  • deine Stärken und Fähigkeiten herauszuheben,
  • Argumente anzuführen, die für dich sprechen.

Deine Stärken sollten sich immer auf den ausgeschriebenen Job beziehen. Zähle diese Stärken nicht einfach auf, sondern beschreibe sie anhand von Beispielen.

Achte beim Verfassen deines Bewerbungsschreibens auf folgende Punkte:

  • Schreibe das Bewerbungsschreiben kurz und prägnant – nicht länger als eine DIN-A4-Seite.
  • Ist eine Kontaktperson bei der Jobausschreibung angegeben, dann richte dein Schreiben direkt an diese Person.
  • Verwende in deiner Bewerbung immer die gleiche Schrift, zum Beispiel Arial oder Times New Roman. Du kannst auch andere Schriften verwenden. Achte aber darauf, dass sie gut leserlich sind.
  • Verfasse für die Bewerbung ein eigenes Bewerbungsschreiben und kopiere nicht einfach aus dem Internet.
  • Mach deutlich, für welchen Job du dich bewirbst. Erwähne bei einem Jobinserat, wann und wo du dieses Inserat gesehen hast.
  • Wenn du kein Deckblatt erstellst, verweise am Ende der Seite auf die Anlagen, die du mitschickst (Lebenslauf, Zeugnisse, eventuell Motivationsschreiben).

Tipp: Unterschreibe dein Bewerbungsschreiben von Hand. Das hinterlässt einen positiven Eindruck.

Deckblatt

Vorlage Deckblatt für Bewerbung

canva

Das Deckblatt ist kein fixer Bestandteil einer Bewerbung – es kommt aber oft sehr gut an! Mit dieser „Fleißarbeit“ kannst du zeigen, dass dir die Bewerbung wichtig ist. Das Deckblatt sollte gut aussehen und dazu ermutigen, weiterzulesen.

Das Deckblatt ist die zweite Seite in der Bewerbungsmappe und zeigt, was sich in ihr befindet.

Das steht auf dem Deckblatt:

  • dein Name
  • deine Kontaktdaten (Telefonnummer, Adresse und E-Mail-Adresse)
  • die Bezeichnung des Jobs, auf den du dich bewirbst
  • ein Bewerbungsfoto von dir
  • Inhalt der Bewerbungsmappe

Lebenslauf

Lebenslaufschreiben

Louis_pixabay

Dein Lebenslauf gibt einen Überblick über deine persönlichen Daten, deine Ausbildung, deine Berufserfahrung und andere Dinge, die für den Job interessant sind.

So ist der Lebenslauf aufgebaut:

  • Überschrift „Lebenslauf“
  • In der oberen rechten Ecke kannst du ein Bewerbungsfoto einbauen.
  • Persönliche Daten
    • Name
    • Geburtsdatum und Geburtsort
    • Adresse
    • Telefonnummer
    • E-Mail-Adresse
  • Ausbildung
  • Berufserfahrung
    Beschreibe hier, in welchen Jobs du schon gearbeitet hast; auch Praktika und Ferien- oder Minijobs (bei Einsteiger*innen)
  • Auslandsaufenthalte
    Im Lebenslauf solltest du alle Auslandsaufenthalte erwähnen, die für die Bewerbung wichtig sind. Das können Praktika, Studium oder Freiwilligenarbeit sein.
  • Grundwehr- oder Zivildienst
    Falls du ein männlicher Staatsbürger bist, gib an, ob du den Grundwehr- oder Zivildienst gemacht hast.
  • Sonstige Kenntnisse und Qualifikationen
    • Fremdsprachen (Muttersprache, verhandlungssicher, fließend, gute Kenntnisse, Grundkenntnisse)
    • EDV-Kenntnisse
    • Führerschein
  • Hobbys
    Sagen viel über dich als Person aus, da du auch dort Erfahrungen sammelst. Außerdem können sie dir Pluspunkte bringen bei der Bewerbung bringen.
  • Sonstige Tätigkeiten
    Zum Beispiel ehrenamtliche Tätigkeiten, Jugendtrainer*in …
  • Ort, Datum
    Wo und wann du den Lebenslauf geschrieben hast.

Achte darauf:

  • Das, was du als Letztes gemacht hast (zum Beispiel Job oder Ausbildung), steht oben.
  • Es sollte keine zeitlichen Lücken geben. Man könnte sonst daraus schließen, dass du etwas verheimlichen möchtest. Wenn du zum Beispiel zwischen deiner Ausbildung und dem Job eine längere Reise gemacht hast, dann gib das in deinem Lebenslauf an.
  • Nicht in den Lebenslauf gehören der Beruf deiner Eltern, deine Religionszugehörigkeit und deine Parteizugehörigkeit.

Motivationsschreiben

Stift und Brille, die auf Motivationsschreiben liegen

pexels-andrea-piacquadio

Wichtig: Ein Motivationsschreiben ist kein Muss! Aber oft wird bei einer Jobausschreibung nach einem sogenannten „Motivationsschreiben“ verlangt. In diesem Fall meint man mit einem Motivationsschreiben das Bewerbungsschreiben.

Das Motivationsschreiben wird als dritte Seite hinter dem Bewerbungsschreiben und dem Lebenslauf angeordnet. Es besteht aus einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Schluss.

Das Motivationsschreiben bietet dir die Möglichkeit, deiner Bewerbung eine persönliche Note zu verpassen und dich von den anderen Bewerber*innen abzuheben. Hier kannst du noch einmal deine Stärken, Ziele, Interessen und Motive für deine Bewerbung für den Job herausheben.

Beachte folgende Punkte:

  • Schreibe das Motivationsschreiben kurz und prägnant – nicht länger als eine DIN-A4-Seite.
  • Versuche schon mit der Überschrift Interesse zu wecken.
  • Versuche folgende Fragen zu beantworten:
    • Warum bewerbe ich mich auf den ausgeschriebenen Job?
    • Weshalb bin gerade ich die richtige Person für den Job?

Wichtig: Nimm bei der Beantwortung der Fragen Bezug auf das Unternehmen, den Job und deine Persönlichkeit.

  • Gib Ort und Datum, wo und wann du das Motivationsschreiben verfasst hast, am Ende an.

Hobbys und freiwillige Aktivitäten

Junge Frau, die Spiele sauber macht

Andrea Fercher_aha

Hobbys sind für zukünftige Arbeitgeber*innen interessant, weil sie zeigen, was du für Interessen und Fähigkeiten hast. Spielst du zum Beispiel Fußball in einem Verein, dann findest du dich gut in einem Team zurecht. Hilfst du in einer Bücherei mit, dann bist du zum Beispiel zuverlässig und genau.

Wichtig: Führe deshalb immer deine Hobbys und freiwilligen Aktivitäten in deinem Lebenslauf an!

Du bist noch nicht freiwillig aktiv, möchtest es aber werden? Informationen und eine Liste mit Organisationen, wo du mithelfen kannst, findest du hier.

Bewerbungsfoto

Professionelles Fotoshooting von einem Jugendlichen

freepik_diana grytsku
  • Verwende ein aktuelles Bewerbungsfoto von dir.
  • Lass das Foto von einem*einer professionellen Fotografen*Fotografin machen.

Tipp: Mit der aha card bekommst du bei Hefti Impressions oder MEDIArt Photographie dein Bewerbungsfoto günstiger.

  • Achte auf einen selbstbewussten und freundlichen Gesichtsausdruck.
  • Verwende ein Porträtbild, also ein Foto von deinem Gesicht – Ganzkörperbilder nur dann, wenn es vom Unternehmen ausdrücklich gewünscht wird.
  • Entscheide, ob es ein Schwarz-Weiß-Foto oder ein Farbfoto sein soll.
  • Dein Outfit auf dem Foto sollte zum Job, für den du dich bewirbst, passen. Für die Bewerbung bei einer Bank solltest du dich anders kleiden als für die Bewerbung in einem Fitnessstudio.

Platziere dein Bewerbungsfoto richtig

Gute Plätze für das Foto sind in der oberen rechten Ecke im Lebenslauf oder auf dem Deckblatt. Du kannst das Foto aufkleben, mit einer Büroklammer befestigen oder digital direkt im Dokument einbauen. Wenn du das Foto digital direkt ins Dokument einbaust, achte beim Ausdruck auf eine gute Auflösung und Qualität beim Foto!

Zeugnisse

Zu den Bewerbungsunterlagen gehören Zeugnisse, die du während deiner Schulzeit, bei anderen Ausbildungen, Jobs und Weiterbildungen bekommen hast.

Achtung: Lege immer nur Kopien deiner Zeugnisse den Bewerbungsunterlagen bei – niemals das Original!

aha plus Nachweis

Bist du bei aha plus? Dann lass dir eine Art Zeugnis ausstellen, das deine gemachten Erfahrungen offiziell belegt. Den aha plus Nachweis kannst du deiner Bewerbung beilegen. Das erhöht deine Chance, zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden.

Bild des aha plus Nachweis

Bewerbung im Ausland

pexels_Vanessa Garcia

Wenn du dich im Ausland um einen Job bewirbst, dann musst du die Landessprache oder Englisch können. Deine Bewerbung schreibst du in einer dieser Sprachen. Erkundige dich vorher, wie die Bewerbung aussehen sollte, da der Aufbau der Bewerbungsunterlagen je nach Land unterschiedlich sein kann. Es ist zum Beispiel in den meisten Ländern nicht üblich, dass man ein Bewerbungsfoto mitschickt – Ausnahmen sind Österreich und zum Beispiel Spanien und Portugal.

Die richtigen Bewerbungsunterlagen?

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aktualisiert 01/2024