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Das Midterm-Treffen ist ein gemeinsames Treffen für ESK-Freiwillige, das ungefähr zur Hälfte des Freiwilligendienstes stattfindet.

Es findet in Schlierbach statt, einem kleinen Ort, der rund um eine große Kirche und eine katholische Schule aufgebaut ist – und in dessen Wäldern man sogar Hirsche sehen kann. Wie schön!

Das Treffen dauerte vier Tage. In dieser Zeit unternahmen wir hauptsächlich gemeinsame Aktivitäten, kamen miteinander ins Gespräch und reflektierten unsere bisherigen Erfahrungen. Wir sprachen darüber, was wir erlebt haben, welchen Herausforderungen wir begegnet sind, was wir gelernt haben und wie wir uns die kommenden Monate vorstellen.

Es gab viele interessante Highlights während des Treffens. Eines davon war, wie erstaunlich schnell es möglich war, mit völlig fremden Menschen Freundschaften zu schließen und tiefgehende Gespräche zu führen. Vielleicht spielt die Atmosphäre dabei eine Rolle, vielleicht auch das gemeinsame Projekt, das uns verbindet. Es fühlte sich an, als hätten wir uns schon lange gekannt – oder vielleicht liegt es einfach daran, dass es wirklich besondere Menschen sind. Jedenfalls hatten wir das Glück, zur gleichen Zeit, im selben Land und im gleichen Training diese Erfahrung zu machen.

Ein weiteres Highlight war „Café im Dunkeln“. Wir saßen gemeinsam in einem Restaurant, das von blinden Menschen geführt wird, in dem man absolut nichts sehen kann. Vielleicht kennt man blinde Menschen oder hat selbst blinde Freunde, aber wenn man die Gelegenheit bekommt, sich wirklich in ihre Lage hineinzuversetzen, erlebt man die Welt auf eine ganz andere Weise. Seitdem frage ich mich, wie man die Welt wahrnimmt, wenn man von Geburt an blind ist.

Ein besonders schöner Moment war die Abschlussrunde, in der jede Person ihrem Gegenüber sagte, was sie an ihm oder ihr schätzt.
Die Trainerinnen waren während des gesamten Trainings sehr offen, verständnisvoll und unterstützend.

Am Ende des Trainings hatte ich das Gefühl, echte Freundschaften geschlossen und viele tolle Menschen kennengelernt zu haben, von denen ich viel lernen konnte. Außerdem hatte ich die Möglichkeit, Abstand vom Alltag, von Gedanken über die Zukunft und von sozialen Medien zu nehmen und ganz im Moment zu sein.

Diese Erfahrung wird mir für immer im Gedächtnis bleiben.

Liebe Grüße
Hamza

Hamza Hassan

Ich bin Hamza, 23 Jahre alt, Medizinstudent, ehrgeizig, diszipliniert und immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Neben meinem Studium arbeite ich in verschiedenen Bereichen, unter anderem als deutschsprachiger Kundenbetreuer, und engagiere mich in internationalen Austauschprogrammen.

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aktualisiert 04/2026