Ohne mich im Vorhinein großartig über irgendetwas zu informieren, bin ich Ende August 2025 für vier Monate nach Dänemark in die Stadt Roskilde gezogen. Da ich mein Gap Year möglichst abwechslungsreich gestalten wollte, dachte ich, dass ein ESK-Freiwilligendienst ein perfekter Start wäre – und zum Glück hatte ich recht :)
Während meines Aufenthalts habe ich in einem typischen Kleinstadt-Kulturcafé namens „The Raven“ gearbeitet. Die Zeit war von den unterschiedlichsten Menschen, ob Mitarbeitende, andere Freiwillige oder Kunden, geprägt. Neben den klassischen Café- und Bar-Aufgaben, die Kaffees und Cocktails zubereiten, sowie kleinere Küchenarbeiten beinhalteten, wurde uns auch mit viel Vertrauen viel Verantwortung gegeben. Ebenso gab es die Option, ein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen. Ob ein Brettspielabend, Bingo & Beer, Neugestaltungen im Café oder Bastelabende – wir waren dabei in der Auswahl und Umsetzung sehr frei.
Besonders schön an Gimle (die Organisation hinter The Raven und einem weiteren Veranstaltungsort, in dem regelmäßig Live-Konzerte und Kulturevents stattfinden) sind die Möglichkeiten, die einem geboten werden. Ich kann nicht mehr an zwei Händen abzählen, auf wie vielen unterschiedlichen Konzerten ich während den vier Monaten war. Im Café werden entweder Konzerte von Newcomer Artists und Bands organisiert oder Jugendliche des Gymnasiums gestalten eigene Events mit zahlreichen Besuchern. Zusätzlich gibt es nebenan noch die Veranstaltungshalle, in der mehrmals wöchentlich Events stattfinden. Von dänischem Indie, über Rap, Dragshows und Body Slam bis zu sehr vielen Metal Konzerten war alles mit dabei. Auch wenn nicht alles der eigene Musikstil war und unsere Dänisch Kenntnisse meist bei weitem nicht ausreichten, waren es immer tolle Abende. Dennoch muss ich sagen, dass nicht immer alles leicht war und ich anfangs ein wenig gebraucht habe, um mich zurechtzufinden und wohlzufühlen, aber mit der Zeit wurde das immer besser, bis ich irgendwann gar nicht mehr gehen wollte. 😊
Roskilde selbst ist keine Großstadt, aber hat alles, was man braucht. Der Fjord und die Natur rundherum sind in Gehweite und toll für Spaziergänge. Vorteilhaft ist natürlich auch, dass Kopenhagen mit dem Zug sehr leicht zu erreichen ist.
Das Beste an Gimle war, dass man stets viele junge und alte, bunt durchmischte Menschen um sich herum hatte. Auch wenn es herausfordernde Momente gab, habe ich das Gefühl, dass ich sehr stark an der Zeit gewachsen bin und viel gelernt habe. Mein Tipp für alle zukünftigen Freiwilligen wäre definitiv, so offen wie möglich für alles Neue zu sein und nicht zu warten, dass etwas passiert, sondern von selbst Chancen zu ergreifen!
Ich für meinen Teil, kann es kaum abwarten in ein paar Monaten wieder für das Roskilde Festival zurückzukommen! 😉
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Eva Schweiker
Mein Name ist Eva, ich bin 19 Jahre alt und entweder am Musik hören, Trash TV schauen, Skifahren oder am Fragen stellen. Während meines Gap Years habe ich für vier Monate einen ESK in Dänemark gemacht und dabei sehr viel gelernt – am meisten über mich selbst 😊