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Jugendbegegnung, Partizipationsprojekt oder Weiterbildung für Jugendarbeiter*innen – Erasmus+ Jugend bietet zahlreiche Fördermöglichkeiten für deine Projektidee.

Was ist Erasmus+ Jugend?

Erasmus+ wurde seit seiner Einführung als Studierenden-Austauschprogramm im Jahr 1987 erheblich erweitert und umfasst jetzt neben der allgemeinen und beruflichen Bildung auch die Bereiche Jugend und Sport. Erasmus+ Jugend ist der Programmteil für alle jungen Menschen für Projekte außerhalb der Schul- oder Hochschulbildung sowie für die außerschulische Jugendarbeit.

Mit einem Budget von mehr als 26 Milliarden Euro für die Jahre 2021 bis 2027 hat sich die aktuelle Programmgeneration von Erasmus+ das Ziel gesetzt, inklusiver, partizipativer, digitaler und umweltfreundlicher zu sein.

Die Jugendschiene des Programms fördert Mobilität sowie außerschulische interkulturelle und partizipative Lernerfahrungen für Jugendliche zwischen 13 und 30 Jahren sowie Weiterbildung und Vernetzung von Menschen, die in der Jugendarbeit tätig sind.

Über die Erasmus+ Akkreditierung des aha ist für Vorarlberger Organisationen ein unkomplizierter Zugang zu Fördermitteln für Jugendbegegnungen und Vernetzungsaktivitäten für haupt- oder ehrenamtliche Fachkräfte der Jugendarbeit möglich.

Detaillierte Informationen zu den Förderschienen findest du im Programmleitfaden.

Jugendbegegnungen

Zwei oder mehr Gruppen von Jugendlichen aus verschiedenen Ländern treffen sich und arbeiten gemeinsam an einem spannenden Thema (zum Beispiel Klimawandel, Menschenrechte und mehr). Zwei Möglichkeiten zur Umsetzung gibt es: Ihr fahrt auf eine Jugendbegegnung in einem Partnerland oder ihr veranstaltet ein Treffen bei euch zu Hause. Das Programm ist in der Regel ein bunter Mix aus Gruppenspielen, Outdoor-Aktivitäten, Workshops oder öffentlichen Aktionen. Auch ein interkultureller Abend darf natürlich nicht fehlen.

Wenn ihr als Gruppe von jungen Leuten zu einer Jugendbegegnung ins Ausland fahren möchtet, müsst ihr eine oder mehrere Partnergruppen aus anderen Ländern finden. Oder ihr stellt eure eigene internationale Jugendbegegnung in Österreich auf die Beine und sucht dafür um eine Förderung an.

Dauer

Mindestens 5 Tage, maximal 3 Wochen

Teilnehmer*innen

Mindestens 16, maximal 60 Jugendliche zwischen 13 und 30 Jahren plus Gruppenleiter*innen

Förderung

Pauschalsumme für Reisekosten, Pauschale pro Teilnehmer*in, Tagespauschale pro Teilnehmer*in, Vorbereitungsbesuch

Nächste Antragsfrist

1. Oktober 2026 (Projektbeginn möglich ab 1. Jänner 2027)

Hinweis

Ein stark vereinfachter Zugang zu Fördermitteln für Jugendbegegnungen ist über die Erasmus+ Akkreditierung des aha möglich. Weitere Informationen dazu bei Steve Hackert.

Weitere Infos

Jugendpartizipationsprojekte

Eine Gruppe von mindestens vier Jugendlichen zwischen 13 und 30 Jahren oder ein Verein/eine Organisation setzt lokal oder mit Jugendlichen in einem anderen Land eine Projektidee um. Eure Ideen und eure Kreativität sind gefragt! Ihr organisiert euch euer Projekt selbst und arbeitet eigenständig. Klar könnt ihr euch von Profis unterstützen lassen, wenn nicht alles von euch leistbar ist.

Mit den Jugendpartizipationsprojekten werden folgende Ziele verfolgt:

  • Stärkung der Partizipation junger Menschen an der Zivilgesellschaft und dem demokratischen Leben
  • Stärkung des europäischen Bewusstseins, Beitrag zur Umsetzung der Europäischen Jugendziele
  • Entwicklung digitaler Kompetenzen und Medienkompetenz
  • Dialog mit Entscheidungsträger*innen auf allen Ebenen

Jugendpartizipationsprojekte können eine Vielzahl möglicher Formen und ihrer Kombinationen umfassen, zum Beispiel Workshops, Kampagnen, Simulationen, Dialoge mit Entscheidungsträger*innen und mehr.

Förderung

Pauschalsumme für die Umsetzung, Coachingkosten (wenn notwendig), Reisekosten- und Tagespauschale bei Treffen, Organisationspauschale für Veranstaltungen

Nächste Antragsfrist

1. Oktober 2026 (Projektbeginn möglich ab 1. Jänner 2027)

Weitere Infos

Weiterbildung und Vernetzung von Jugendarbeiter*innen

Training und Vernetzung auf europäischer Ebene. Jugendarbeiter*innen, Jugendleiter*innen und andere Menschen, die mit Jugendlichen arbeiten, haben die Chance, gemeinsam mit Teilnehmenden aus anderen Ländern für einige Tage neue Methoden der Jugendarbeit auszuprobieren. Dazu gehört auch, sich zu vernetzen, Kenntnisse des non-formalen Lernens zu vertiefen, Projektpartnerschaften mit anderen Jugendeinrichtungen aufzubauen und vieles mehr.

Förderfähig sind Studienbesuche, Job Shadowings, Seminare, Trainingskurse – ohne Altersbegrenzung nach oben für die Teilnehmer*innen.

Förderung

Pauschalsumme für Reisekosten und Tagespauschale pro Teilnehmer*in

Nächste Antragsfrist

1. Oktober 2026 (Projektbeginn möglich ab 1. Jänner 2027)

Hinweis

Ein stark vereinfachter Zugang zu Fördermitteln für Weiterbildungs- und Vernetzungsaktivitäten für In-der-Jugendarbeit-Tätige ist über die Erasmus+ Akkreditierung des aha möglich. Weitere Informationen dazu bei Steve Hackert

Weitere Infos

Neben der Möglichkeit, selber eine Weiterbildungsaktivität zu organisieren und dafür um EU-Förderung anzusuchen, gibt es auch zahlreiche Angebote, an bestehenden Weiterbildungen teilzunehmen: https://erasmusplus.oead.at/de/jugend/trainingskalender

Kleinere Partnerschaften

Die sogenannten „Kleineren Partnerschaften“ eröffnen einen vereinfachten Zugang zu Erasmus+. Sie werden von mindestens zwei Organisationen aus zwei Programmländern umgesetzt und richten sich an eher unerfahrene und kleine, lokale Organisationen, die ein erstes Projekt im Programm durchführen sowie erste internationale Partnerschaften aufbauen wollen.

Durch die Kombination von grenzüberschreitenden und lokalen/nationalen Aktivitäten wird eine größere europäische Dimension auf die lokale Ebene gebracht. Die Möglichkeit der Einbeziehung lokaler Aktivitäten soll zudem die Einbeziehung von Personen mit geringeren Chancen in die Aktivitäten des Projekts erleichtern.

Dauer

6 Monate bis 2 Jahre

Förderung

Pauschale von 30.000 Euro oder 60.000 Euro

Nächste Antragsfrist

März 2007 (Projektbeginn möglich ab Juni 2027)

      Weitere Infos

      Kooperationspartnerschaften

      Organisationen aus drei oder mehr Ländern setzen innovative Jugend- und Bildungsprojekte um (auch sektorübergreifend, zum Beispiel Jugendarbeit – Schule – Wirtschaft).

      Kooperationspartnerschaften ermöglichen eine länderübergreifende Zusammenarbeit und fördern den Austausch guter Praxis sowie die Entwicklung neuer Methoden und Angebote. Die Projekte sollen nachhaltig wirken und auf systemischer Ebene zur Veränderung beitragen. Im Jugendbereich werden insbesondere folgende Ziele verfolgt:

      • Förderung von Qualität, Innovation und Anerkennung der Jugendarbeit: Stärkung der Kompetenzen von Jugendarbeiter*innen für ihre Arbeit in Online- und Offline-Settings, Entwicklung von Methoden zur Erreichung marginalisierter Jugendlicher und Anti-Rassismus-Arbeit, Digitalisierung in der Jugendarbeit und mehr.
      • Stärkung der aktiven Bürger*innenschaft der Eigeninitiative und des unternehmerischen Denkens von jungen Menschen: Stärkung von sozialem Unternehmertum, interkulturellem Dialog und Toleranz
      • Stärkung der Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen: Stärkung von Schlüsselkompetenzen und Grundkenntnissen junger Menschen, Erleichterung des Übergangs zum Erwachsensein
      • Verbindungen zwischen Forschung, Politik und Praxis verfestigen: stärkere Verflechtungen zwischen diesen Handlungsfeldern im Jugendbereich, um evidenzbasierte Politik möglich und die Situation junger Menschen in Europa sichtbar zu machen
      • Unterstützung der Reaktion des Jugendbereichs in Europa auf den Krieg in der Ukraine

      Förderung

      Pauschale von 120.000 Euro, 250.000 Euro oder 400.000 Euro abhängig von den Zielen, Aktivitäten und geplanten Ergebnissen

      Nächste Antragsfrist

      März 2027 (Projektbeginn möglich ab September 2027)

      Weitere Infos

      Projektbeispiele

      Ideen und Inspirationen für eigene Projekte liefert die Erasmus+ Projektdatenbank, die Kurzbeschreibungen aller bereits geförderten Projekte enthält.

      Österreichische Projektbeispiele finden sich hier: https://erasmusplus.oead.at/de/wirkung/erasmus-blog

      Wo gibt es Unterstützung?

      aha – Jugendinfo Vorarlberg

      Das aha berät über die Fördermöglichkeiten im Rahmen des Programms und unterstützt bei der Partnersuche und Antragstellung.

      Kontaktperson

      Steve Hackert: Tel. 05572 52212-34, steve.hackert@aha.or.at

      Österreichische Nationalagentur Erasmus+

      Auf der Website der Nationalagentur findest du alle Informationen über das Programm, den Link zu den Online-Antragsformularen und Tipps zur Antragstellung.

      OeAD – Österreichischer Austauschdienst
      Ebendorferstraße 7, 1010 Wien
      Tel 01-53408
      jugend@oead.at
      https://erasmusplus.oead.at/en/jugend

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      aktualisiert 02/2026