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Pfleie nach links, rechts und geradeaus
Brian A Jackson_shutterstock

Faktencheck Coronavirus (COVID-19)


Sie breiten sich aus. Sie springen rasant über. Sie agieren Undercover. Sie tarnen sich, sind nur schwer zu erkennen… – die viralen Fake News!

 

Gerade jetzt, in Zeiten von Corona, sind Informationen besonders wichtig. Genauso wichtig ist es aber auch, dass diese Informationen stimmen und korrekt sind.

Es ist zeitweise fast abenteuerlich, was für „Nachrichten“ man auf seinem Handy angezeigt und zugeschickt bekommt. Andere Informationen scheinen überaus seriös – und erweisen sich dann doch als falsch.

„Die Verbreitung von Falschnachrichten über das Virus ist weltweit ein riesiges zusätzliches Problem. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sprach ihrerseits bereits von einer „Infodemie“.

Was sind eigentlich „Fake News“?

Der Duden erklärt dies in kurzen Worten so: „In den Medien und im Internet, besonders in sozialen Netzwerken, in manipulativer Absicht verbreitete Falschmeldungen.“

Die Definition des Gabler Wissenschaftslexikon ist detaillierter:

„Ein Fake ist nach der Bedeutung im Englischen eine Fälschung, eine Täuschung, eine Attrappe, oder ein Hochstapler und ein Simulant (Faker). Fake News sind Falsch- und Fehlinformationen, die häufig durch elektronische Kanäle (vor allem soziale Medien) verbreitet werden. Sie gehen von Einzelnen oder Gruppen aus, die in eigenem oder fremdem Auftrag handeln. Es gibt persönliche, politische und wirtschaftliche Motive für die Erstellung.“

Was kann man dagegen tun?

Es ist wichtig, die verschiedenen Aussagen auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen und zu hinterfragen. Das gilt selbstverständlich auch für Nachrichten, die man von einem guten Freund/einer guten Freundin bekommen hat. „Das hat mir meine Freundin geschickt, die ist ganz nah dran und kennt da einige Leute“, sollten einen hellhörig machen! Es gilt die Devise: lieber einmal mehr nachgehackt, als falsche Informationen zu verbreiten.

Im Netz gibt es sogenannte Faktenchecker, „die Aussagen einer oder mehrerer Personen anhand von nachprüfbaren, rationalen und objektiven Fakten überprüft. Dabei werden wörtliche oder schriftliche Aussagen den recherchierten Fakten gegenübergestellt.“

Zwei Seiten, die sich da gerade hervortun:

Mimikama – zuerst denken, dann klicken

Der Verein ist eine internationale Anlaufstelle und ein unabhängiges Netzwerk von FaktenpüferInnen, die es sich seit neun Jahren zur Aufgabe gemacht hat, Falschmeldungen aufzudecken, Inhalte zu überprüfen und klar zu stellen und auf die Probleme der NutzerInnen zu reagieren. Besonders interessant ist die Möglichkeit, selbst Inhalte über ein Meldeformular an Mimikama zu schicken und überprüfen zu lassen.

Wer ganz genau wissen will, wie bei Mimikama gearbeitet wird, kann sich hier im Detail informieren: www.mimikama.at/ueber-uns/

CORRECTIV – Recherchen für die Gesellschaft

Auch Correctiv ist ein gemeinnütziges Recherchezentrum, das es sich zum Ziel gemacht hat, vor gezielten Falschmeldungen zu schützen. Selbstverständlich kann man sich auch bei Correctiv im Detail über die Arbeitsweise und Prinzipien informieren: https://correctiv.org/ueber-uns/

Beide – Mimikama und Correctiv – sind auch auf Instagram vertreten!

Als Faustregel gilt also:

  • Geprüfte Nachrichten und Informationen zu verwenden!
  • Weitergeleitete Nachrichten zu checken!
  • Manches darf man auch ohne Überprüfung weiter schicken:

Ich seh etwas, was du nicht siehst …

Momentan sehen wir sehr viele Bilder: Oft sind es bunte und lustige Geschichten, die uns ablenken und uns zum Lachen bringen. Teilweise bekommen wir aber auch traurige, manchmal verstörende Fotos im Netz zu sehen.

Eine gute Möglichkeit, wie man überprüfen kann, ob Bilder echt und korrekt sind, ist die Bilderrückwärtssuche. handysektor.de zeigt in diesem Video, wie man ganz einfach herausfinden kann, woher ein Bild kommt. 

Science Busters – Fragen und Antworten

Logo der Science Busters

Science Busters

Martin Puntigam, Molekularbiologe Martin Moder und Verhaltensbiologin Elisabeth Oberzaucher beantworten auf FM4 Fragen rund um das Coronavirus und klären über Mythen und Verschwörungstheorien auf. Zum Podcast